| Studie

Banking und Shopping massiv von Digitalisierung beeinflusst

Die Lebensgestaltung verändert sich durch die Digitalisierung massiv.
Bild: Fotolia LLC.

Die stärksten Auswirkungen der Digitalisierung spüren die Deutschen laut einer Postbank-Studie in ihrer Freizeitgestaltung. 68 Prozent der Bundesbürger sagen, dass sich das Organisieren und Gestalten von Reisen, Hobbys und Sport massiv verändert haben. Auch Banking und Einkaufen sind unter den meistgenannten Bereichen.

Banking landet mit 67 Prozent auf Platz zwei der von der Digitalisierung am stärksten betroffenen Lebensbereiche - noch vor persönlichen Beziehungen, bei denen zwei von drei Deutschen eine starke Veränderung durch Onlinekommunikation wahrnehmen. Auf den weiteren Plätzen folgen Wissen und Bildung (62 Prozent), Einkaufen (60 Prozent) und Arbeit (50 Prozent).

In den allermeisten betrachteten Lebensbereichen liegen die Werte für die Digital Natives laut Studie ein Stück über der Gesamtbevölkerung.

Eine Ausnahme sind Bankgeschäfte. Bereits 60 Prozent ihrer Bankgeschäfte erledigen die Deutschen heute im Netz, hier gibt es jedoch keine Unterschiede in den Altersgruppen. Jeder vierte Deutsche tauscht sich inzwischen mit seiner Bank mehr über digitale Kanäle als am Telefon oder in der Filiale aus (Lesen Sie auch: Bankkunden glauben an das Ende der Filiale). Interessant dabei: Hier sind es die über 35-Jährigen, die die Digitalkanäle stärker nutzen als die Jüngeren (28 Prozent im Vergleich zu 20 Prozent).

Wie sich die Digitalisierung auf das Shopping auswirkt

Das Einkaufen sehen die Deutschen zwar erst an fünfter Stelle der von der Digitalisierung am stärksten veränderten Lebensbereiche. Dennoch ist dieser Bereich weiter im Wandel. Jeden vierten Artikel kaufen die Bundesbürger heute online. Bei den Digital Natives entspringt sogar mehr als jeder dritte Artikel einem virtuellen Warenkorb anstatt eines echten. Einer von fünf Deutschen shoppt schon mehr im Netz als in stationären Läden. Ganz oben auf der Online-Einkaufsliste der Deutschen stehen Bücher, DVDs, CDs und Videospiele. Zwei Drittel der Bundesbürger kaufen diese Produkte lieber im Netz als im Laden. Lebensmittel und Drogerieartikel werden von der großen Mehrheit der Deutschen aber nach wie vor mehr im Geschäft vor Ort gekauft.

Die zunehmende Digitalisierung liegt vor allem in der Verbreitung des Smartphones begründet. Auch dazu liefert die Postbank-Studie Zahlen: 69 Prozent der Deutschen nutzen mit ihrem Smartphone mobiles Internet. Das sind zwölf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Die 18-bis 34-Jährigen sind mit 93 Prozent inzwischen fast alle mit dem Smartphone im Netz. Auch die Internetnutzung am Notebook/Laptop ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: von 68 auf 71 Prozent.

Mit der repräsentativen Studie "Der digitale Deutsche und das Geld" untersuchte die Postbank zum zweiten Mal in Folge, wie sich die Bedürfnisse und das Verhalten der Deutschen durch die Digitalisierung verändern. Für die Studie wurden insgesamt 3.122 Bundesbürger befragt, darunter über 700 Digital Natives (18- bis 34-Jährige).

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Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, E-Commerce, Mediennutzung, Kaufverhalten, Finanzwirtschaft

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