| Wettbewerbsrecht

Axel Springer verliert erneut gegen Adblock-Betreiber Eyeo

Axel Springer will weiter klagen.
Bild: Michael Bamberger

Das Landgericht Köln hat dem Adblock-Plus-Betreiber Eyeo Recht gegeben. Schon zuvor hatten Richter in München und Hamburg eine Klage von Axel Springer gegen die Software abgeschmettert. Diversen Medienberichten zufolge will Axel Springer in Berufung gehen.

Axel Springer hatte erneut geltend gemacht, dass die Nutzung eines Werbeblockers das Geschäft von Medienunternehmen in unzulässiger Weise einschränken würde. Mit Adblockern können Nutzer Werbung ausblenden, wodurch die Sichtbarkeit der Anzeigen sinkt, ebenso wie der Verdienst der Seitenbetreiber.

Eyeo bietet sogenannte Whitelists an, auf die sich Firmen gegen Gebühren eintragen lassen und somit vom sogenannten Blacklisting freikaufen können. In Adblocker-Foren wird zuvor diskutiert, welche Werbung von der Community als tolerierbar eingestuft wird. Die Freischaltung kostet die Unternehmen jedoch. In den Augen der Medien ist dieses Vorgehen intransparent und verletzt das Kartell- und Wettbewerbsrecht.

Anders als in München und Hamburg beurteilen die Kölner Richter das Vorgehen der Adblocker-Software immerhin als „in hohem Maße bedenklich“. Ein Grund für Axel Springer, weiter gegen die Software vorzugehen. Die nächste Instanz wird das OLG Köln sein.

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Schlagworte zum Thema:  Recht, Online-Marketing

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