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Abowerbung: Aufforderung zum Rückruf nicht erlaubt

Das Landgericht Hamburg hat einem Verlag eine neue Form der Abowerbung verboten. Das Unternehmen hatte seine Abonnenten angeschrieben, sich unter einer Servicenummer bei seinen Mitarbeitern zu melden. Wer die Nummer anrief, wurde am Telefon in ein Werbegespräch für ein weiteres Zeitschriftenabo verwickelt. Das Landgericht Hamburg sah diese Praxis als irreführend und belästigend an.

Aufgrund des Anschreibens rechne der Verbraucher nur mit einem Telefonat über das bereits bestehende Abo und werde über den Anlass des erbetenen Rückrufs in die Irre geführt (Urteil vom 9. September 2011, Az.: 406 HKO 196/10).

Zahlreiche Kunden ließen sich von dem Verlag zudem am Telefon zum Abschluss eines zeitlich begrenzten Abonnements überreden. Was wirklich dahinter steckte, fanden sie jedoch erst später heraus: Aus dem befristeten Zeitschriftenabo wurde eines, das sich automatisch jeweils um weitere drei Monate verlängerte - wenn es nicht rechtzeitig gekündigt wurde. Auch diese Praxis wurde vom Landgericht Hamburg untersagt. (ms)

 

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