05.07.2016 | Kommunikation

Zwei Drittel der Internetnutzer verwenden Messenger

Gerade jüngere Zielgruppen bevorzugen Messenger gegenüber der E-Mail.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Zwei von drei Internetnutzern verwenden Kurznachrichtendienste wie Whatsapp, I-Message oder den Facebook Messenger. Noch deutlich höher ist der Anteil bei jüngeren Zielgruppen. So das Ergebnis einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom.

Knapp 70 Prozent der Befragten ab 14 Jahren nutzen demnach Messenger für ihre persönliche Kommunikation. Besonders beliebt sind Kurznachrichtendienste bei den 14- bis 29-Jährigen, wo der Anteil bei 82 Prozent liegt. Nur unmerklich geringer ist er mit 81 Prozent bei den 30- bis 49-Jährigen. Unter den 50- bis 64-Jährigen sind es 59 Prozent, in der Generation 65 plus ist es immerhin noch ein Viertel (28 Prozent).

Als Grund für die Beliebtheit der Messenger im Vergleich zu E-Mails nennt der Bitkom die Übersichtlichkeit und die Möglichkeit, als Gruppe miteinander zu kommunizieren. Die SMS hätten sie heute bereits weitgehend ersetzt. So ist die Zahl der versendeten SMS in Deutschland 2015 um 26 Prozent auf 16,6 Milliarden gesunken. Im Rekordjahr 2012 waren es 60 Milliarden.

Messenger werden zur Informationsquelle

Am meisten genutzt wird Whatsapp. Zwei Drittel aller Internetnutzer haben in den vergangenen vier Wochen Whatsapp für den Versand von Kurznachrichten verwendet. Erst mit großen Abstand folgen Skype (16 Prozent) und der Facebook Messenger (15 Prozent). Apples Kurznachrichtendienst I-Message nutzen neun, Google Hangouts fünf Prozent. Der gerade in den USA unter Jugendlichen angesagte Dienst Snapchat wird hierzulande gerade einmal von zwei Prozent genutzt.

Zudem dienen Messenger zunehmend als Informationsquelle. Einige Verlage senden bereits aktuelle Nachrichten auf diesem Weg. Außerdem lassen sich mit einem Messenger inzwischen Flüge oder Züge buchen, Kinokarten reservieren oder ein Taxi bestellen. Messenger hätten den Vorteil, dass sie auf einer Plattform viele unterschiedliche Dienste integrieren könnten, so Rohleder. Das bringe vor allem auf Smartphones und Tablets Licht in den App-Dschungel. Grundlage dieser Dienste sind sogenannte Chatbots, die auf die Anfragen der Anwender automatisiert reagieren.

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Schlagworte zum Thema:  Social Media, Mediennutzung, Marketing, Dialogmarketing

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