03.07.2014 | Marketing

Österreichische Firmen geben knapp sechs Milliarden Euro für Werbung aus

Beim Dialogmarketing liegt in der Alpenrepublik Print vorne.
Bild: Bernd Deschauer ⁄

Knapp sechs Milliarden Euro haben österreichische Firmen im Jahr 2013 für Werbung ausgegeben. Mehr als die Hälfte der Summe entfällt auf klassische Maßnahmen. In Dialogmarketing wurden 1,5 Milliarden investiert. So die Zahlen des "Dialogmarketing Reports 2014", der im Auftrag der Österreichischen Post erstellt wurde.

Demnach gaben die Unternehmen in Österreich im vergangenen Jahr rund 3,2 Milliarden Euro für klassische Werbung aus, davon 1,7 Milliarden für Printanzeigen, 992 Millionen für TV-Werbung und 304 Millionen für Außenwerbung. Beim Dialogmarketing führt Print noch vor Online. In ersteres investierten die Unternehmen über eine Milliarde Euro, aufgeteilt auf unadressierte Werbesendungen mit 330 Millionen, Kataloge mit 248 Millionen, adressierte Werbepostsendungen mit 219 Millionen sowie Beilagen in Zeitungen und Zeitschriften (152 Millionen). Deutlich weniger (96 Millionen) wurden für Kunden- und Mitgliederzeitungen ausgegeben.

Die Gesamtausgaben fürs Online-Dialogmarketing belaufen sich auf 456 Millionen. Die beiden Treiber sind Internet-Bannerwerbung (119 Millionen) und die eigene Website (110 Millionen). In Suchmaschinenmarketing investierten Unternehmen 82 Millionen, gefolgt von Mobile Marketing (54 Prozent), E-Mail-Newslettern (37,2 Millionen), bezahlten Einträgen in Branchen- beziehungsweise Telefonbüchern (34,6 Millionen) und schließlich bezahlter Social-Media-Werbung (17,6 Millionen).

Die eigene Homepage ist ein Muss
Eine eigene Webpräsenz ist für die meisten inzwischen ein Muss. Mit 95 Prozent sind Homepages das meistverwendete Werbemittel. Bezahlte Einträge (48 Prozent), E-Mail-Newsletter (42 Prozent) und Suchmaschinenmarketing (40 Prozent) kommen deutlich seltener zum Einsatz. In Sachen Print setzen im Dialogmarketing 38 Prozent auf adressierte Postsendungen, 20 Prozent auf Kunden- und Mitgliederzeitungen sowie Beilagen, 16 Prozent auf Kataloge und zehn Prozent auf unadressierte Werbesendungen.

Auffallend ist, dass je nach Größte und Branche unterschiedliche Werbekanäle bevorzugt werden. Als Faustregel gilt: Je größer ein Unternehmen ist, desto mehr setzt es auf klassische Werbung; je kleiner es ist, desto mehr steht Online-Dialogmarketing im Fokus. Für kleinere Firmen entscheidet offenbar der Kostenfaktor über die Wahl der Maßnahmen.

Die eifrigste Branche ist der Handel, auf den fast zwei Drittel (64 Prozent) aller Werbeaufwendungen entfallen. Gemeinsam mit dem Tourismus ist er auch die Branche, die die Vielfalt der Werbekanäle am meisten ausnutzt. Industrie und Bau setzen eher auf klassische Anzeigen, Eintragungen in Branchenverzeichnisse sowie Sponsoring, wobei die Baubranche im Branchenvergleich insgesamt am wenigsten für Werbung ausgibt.

Schlagworte zum Thema:  Werbung, Dialogmarketing, Online-Marketing, Handel, Marketing

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