17.08.2015 | Werbewirkung

Physische Werbemittel schlagen digitale

Kunden reagieren verschieden auf physische bzw. digitale Werbemittel.
Bild: Stockbyte

Mit welchen Werbemitteln lassen sich welche Marketingziele am besten erreichen? Einige Antworten auf diese Frage aus Sicht der Neurowissenschaft liefert eine aktuelle Studie der amerikanischen Post.

Der US Postal Service hat vom Center for Neural Decision Making der Temple University untersuchen lassen, wie Kunden auf physische bzw. digitale Werbemittel reagieren. Mit unterschiedlichen Ergebnissen, je nachdem, um welches Marketingziel es geht.

Geht es um Aufmerksamkeit, liegen die digitalen Werbemittel vorne. Die Konsumenten verarbeiten diese schneller. Mit physischer Werbung beschäftigen sie sich allerdings länger. In Sachen Engagement liegen beide Kanäle laut Studie gleichauf. Emotionaler reagieren Kunden, wenn sie sich mit physischen Werbemitteln beschäftigen. Bei der Werbeerinnerung zeigt sich ein differenziertes Bild: Den Inhalt und den Absender vermitteln sowohl physische als auch digitale Werbeträger gleich gut, schneller geht es allerdings bei physischen Reizen. In Sachen Kaufbereitschaft zeigten beide Kanäle eine ähnliche Wirkung. Ein unterbewusstes Verlangen nach einem Produkt oder Service lösen vor allem physische Werbemittel aus; zudem vermitteln sie einen höheren Wert.

Die Forscher zeigten den Probanden einen Mix aus 40 verschiedenen Werbemitteln als E-Mail oder Postkarte, die für Kopfhörer, Restaurants etc. warben. Die Studie mit dem Titel "Enhancing the Value of Mail: The Human Response" steht hier zum Download bereit.

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Digitales Storytelling – Dinge greifbar machen

Schlagworte zum Thema:  Mailing, Neuromarketing, Direktmarketing, Werbung, Marketing, E-Mail-Marketing

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