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Anzeigenblätter mit leichtem Umsatzrückgang

Lokale Anbieter bauen weiter auf Anzeigenblätter, um ihre Kunden zu erreichen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) meldet für das Geschäftsjahr 2012 einen leichten Rückgang der Nettowerbeumsätze von 2,8 Prozent. Trotzdem bleiben die 1.435 verschiedenen Titel drittgrößter Werbeträger hinter Fernsehen und Tageszeitungen.

Nach den erfolgreichen Geschäftsjahren 2010 und 2011 gelingt es den deutschen Wochenblättern mit 2,001 Milliarden Euro den Nettowerbeumsatz trotz eines Rückgangs von 58,5 Millionen Euro relativ stabil zu halten. Die mehr als 1.400 Titel erscheinen mit einer wöchentlichen Gesamtauflage von 94 Millionen Exemplaren (Stand 1. Januar 2013). Wenig Veränderung auch bei der Erscheinungsweise: Die meisten Anzeigenblätter werden in der Wochenmitte oder am Wochenende verteilt. Rund zwei Drittel (63 Prozent) erscheinen mittwochs und donnerstags, das letzte Drittel (35,3 Prozent) am Wochenende.

Grund für den leichten Umsatzrückgang ist laut BVDA-Geschäftsführer Dr. Jörg Eggers die aktuelle Marktentwicklung. So schreite der Konzentrationsprozess bei Filialisten und Großkunden kontinuierlich fort; im Bereich der Beilagen und Prospekte sei es im vergangenen Jahr zu einem starken Preisdruck gekommen. Gerade in Ostdeutschland habe diese Tendenz vielfach zu schlechteren Ergebnissen der Verlage geführt. Gleichzeitig habe es jedoch ein stabiles und teilweise sogar wachsendes Geschäft lokaler Kunden gegeben. Großkunden beschreiten außerdem neue Wege im Marketing: So mancher Etat, so Eggers, sei in die Direktverteilung verschoben worden.

Schlagworte zum Thema:  Direktmarketing, Handel, Geomarketing, Dialogmarketing

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