Um im Kundengedächtnis anzukommen, müssen Flyer entsprechend gestaltet sein. Bild: Haufe Online Redaktion

Auch in Zeiten von Digital Marketing bleibt der Flyer eine beliebte Werbeform, gerade für kleinere Unternehmen. Doch damit er seine Werbewirkung erzielen kann, muss die Gestaltung stimmen. Marie Mammen, Marketing Managerin bei Cewe-Print, gibt Tipps.

Das Format, der Aufbau, der Inhalt – das sind nur drei der vielen Faktoren, die bei der Flyer-Gestaltung zu berücksichtigen sind. Um im Kundengedächtnis anzukommen und – ebenso wichtig – zu bleiben, muss Folgendes beachtet werden:

Das Format: Noch bevor Sie sich Gedanken über Inhalt und Aufbau machen dürfen, geht es ums Format. In der Regel eignen sich für den Flyer-Druck kleine bis mittelgroße Formate, üblich sind DIN A5 und DIN A6, die gängige Postkartengröße. Aufmerksamkeit können Unternehmen auch durch die gewählte Papierstärke und die Farbgestaltung erzielen. Bei Letzterem gilt jedoch die Regel: Zu viel ist zu viel. Zu viele verschiedene Farben können den Betrachter überfordern. Überlegen Sie sich auch, ob Sie nur die Vorder- oder auch die Rückseite bedrucken lassen möchten. Beide Varianten sind möglich.

Den Tastsinn berücksichtigen. Je außergewöhnlicher die Haptik eines Flyers, desto länger bleibt er im Gedächtnis des Kunden. Besondere Testerlebnisse können Unternehmen zum Beispiel durch die Verwendung von Natur- oder Recyclingpapier erreichen oder durch die Veredelung mit Lacken oder Cellophanierung. Grundsätzlich gilt: Je wichtiger der Flyer, desto edler sollte er sich auch anfühlen.

Der Aufbau. Leider haben Betrachter meist nur eine kurze Aufmerksamkeitsspanne. Ein Flyer muss deshalb binnen weniger Sekunden überzeugen, damit er nicht umgehend im Papierkorb landet. Deshalb ist eine übersichtliche Gestaltung wichtig. Lenken Sie den Leser gleich zu den wichtigsten Aussagen und machen Sie einen "roten Faden“ erkennbar. Dazu sollten Sie auf längere Textpassagen verzichten und Aussagen mit Bildern unterstreichen. Generell gilt hier ebenso wie bei der Farbigkeit: Weniger ist mehr. Dies gilt übrigens auch für die Schriftarten. Zu viele würden den Leser verwirren.

Die richtigen Worte, die passenden Bilder

Überzeugende Texte. Der Text ist das Herzstück eines jeden Flyers. Schließlich muss er den Leser überzeugen. Dazu muss eine aussagekräftige Titelzeile Betrachtern auf den ersten Blick klarmachen, worum es geht. Außerdem sollte der Text alle W-Fragen kurz, jedoch möglichst umfassend beantworten. Wichtig ist zudem, potenziellen Kunden den Mehrwert, den das Unternehmen bietet, darzustellen und ihnen Kontaktinformationen für weitergehende Informationen zu geben. Abschließend sollten Unternehmen einen Call-to-Action - eine Handlungsaufforderung -  aufnehmen. Diese Aufforderung, zum Beispiel weitere Informationen anzufordern oder einen Beratungstermin zu vereinbaren, bindet Kunden zusätzlich über das reine Lesen des Werbemittels hinweg.

Kunden kennen. Um mit dem Fyler eine bestimmte Zielgruppe zu erreichen, müssen Unternehmen ihre Kunden kennen. Je nach Zielgruppe unterscheidet sich die Ansprache. So werden Kunden im B2B- und im B2C-Umfeld unterschiedlich angesprochen und auch das Alter hat einen Einfluss auf die sprachlichen Mittel. Bevor ein Handzettel gedruckt wird, lohnt es sich, den Text noch einmal mit den Augen der Zielgruppe zu lesen und sich eventuell Feedback von bestehenden Kunden geben zu lassen.

Bilder statt Worte. Bilder lockern auf und strukturieren. Passende Bilder können zudem die Aussage eines Textes unterstreichen und Inhalte kurz und knapp vermitteln. Visuelle Elemente kann das Hirn schneller verarbeiten. Damit der Flyer professionell aussieht, sollten Sie jedoch unbedingt hochwertige Bilder verwenden.

Vor dem Versand. Bevor Sie einen Flyer in den Druck geben, sollten Sie ihn noch einmal gründlich auf Fehler checken: Stimmt die Rechtschreibung? Sind alle Kernaussagen dargestellt? Ist der Text richtig gesetzt, Bild oder Bilder gut platziert, die Schriftgröße lesbar?

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Schlagworte zum Thema:  Werbung, Marketing

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