08.10.2013 | Serie Mobile Marketing

Warum die Zukunft Mobile Marketing heißt

Serienelemente
Mobile Marketing ist vielseitig - die besten Beispiele!
Bild: Mobiento

Der neue beste Freund des Menschen heißt Smartphone. Mehr als zwei Stunden benutzen die Deutschen den ständigen Begleiter täglich. Auch wenn Mobile Marketing in Deutschland erst nach und nach die Kinderschuhe ablegt, die Voraussetzungen könnten kaum besser sein.

Es ist stiller geworden in Deutschlands öffentlichen Verkehrsmitteln. Auf Sitzen einer jeden U-Bahn oder Straßenbahn kommunizieren die Fahrgäste immer weniger mit ihrem Sitznachbarn oder rascheln laut mit einer Zeitung. Sie starren stattdessen auf einen kleinen Monitor, den sie so fest in ihren Händen halten, als wäre es ihr wertvollster Besitz. Wie hypnotisiert blicken sie in das kleine strahlende Ding, nicht selten umspielt dabei ein Lächeln ihre Lippen. Sie surfen, nutzen soziale Netzwerke und chatten. Ihr neuer bester Freund hat sie fest im Griff. Auf ihn hören sie. Ihm vertrauen sie. Wenn es Werbung gelingt, diese Zweisamkeit nicht zu stören, sondern sie zu bereichern, heißt die Zukunft Mobile Marketing.

Von der Steinzeit in die Zukunft

Es ist noch nicht allzu lange her, da waren Handys klobige Dinger mit einer Antenne bis zur Decke und einem Display, das im besten Fall zehn Zahlen gleichzeitig darstellen konnte. Dann setzte eine Evolution ein, die mit dem Smartphone ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. Das mobile Internet ist heute problemlos in der Lage, Internetseiten schnell aufzubauen. In fast jeder Ecke Deutschlands. Und durch neue Techniken wie LTE geschieht das noch schneller. Die Internetanbindung von Smartphones und Tablets ist also mittlerweile gut. Kein Stolperstein mehr. 40 Prozent aller Deutschen surfen per Mobilgerät, heute machen sie ein Fünftel des Traffics aus – und das obwohl auf Handys eher gesurft wird, anstatt Filme herunterzuladen. Weltweit sieht es noch besser aus. Inzwischen haben Apple, Samsung und Co. mehr als eine Milliarde Smartphones abgesetzt, 2015 werden es doppelt so viele sein. 200 Millionen Tablets gesellen sich dazu. Zusammen ergibt das eine Armada an mobilen Geräten, die riesiges Werbepotential für Mobile Marketing bietet.

Längst ist das mobile Gerät kein Luxus mehr. Smartphones gibt es nicht nur in allen Formen und Farben, sondern auch in jeder Preisklasse. Bei Tablets sieht es genauso aus. War früher die Bedienung eines Smartphones ein Mysterium, ist sie heute intuitiv und benutzerfreundlich. Jedes Kind kann ein Smartphone bedienen, Touch-Steuerung sei Dank. Die direkte Interaktion mit dem Gerät durch Berührung ist auch für Werbetreibende im Mobile Marketing interessant. Webseiten-Betreiber haben die mobilen Gäste erst teilweise erkannt und die richtigen Schlüsse daraus gezogen. Aber auch hier gibt es Bewegung. Immer mehr Webseiten passen sich automatisch dem mobilen Endgerät an. Die User Experience ist auf den meisten Geräten gut und sie wird weiter steigen. Es ist angerichtet für das Mobile Marketing. Auch, weil sowohl Apple als auch Google Werbeblocker aus ihren Appstores gebannt haben. Zwar lassen sich die Werbeblocker immer noch über externe Seiten installieren, zu einer so großen Plage wie für die Banner-Werbung im Desktopbereich werden die kleinen Helfer jedoch nicht werden.

Mobile Money

Die Einnahmen beim Mobile Marketing steigen bereits beachtlich. Weltweit betrugen sie 2012 8,9 Milliarden Dollar – eine Steigerung von über 80 Prozent. Das Ende der Fahnenstange ist nicht in Sicht, wohl aber Zwischenziele. So sollen 2017 27 Milliarden Dollar mit Mobile Marketing umgesetzt werden, fast so viel wie das Bruttoinlandsprodukt von Serbien.

Dagegen lesen sich die 105 Millionen Euro Umsatz, die Mobile Marketing dieses Jahr in Deutschland erzielen soll, wie Peanuts. Hier ist der Durchbruch zwar bereits erfolgt, hinkt jedoch noch hinterher. 2012 gaben Unternehmen für Mobile Marketing in Großbritannien 36,35 Dollar je Nutzer aus, in Deutschland hingegen lediglich 12,25 Euro.

Trotzdem wird der neue beste Freund des Menschen auch in Deutschland ein zukunftsweisender Werbeträger sein. Schließlich geben 50 Millionen Menschen in Deutschland an, ohne diesen hilfreichen Begleiter nicht das Haus zu verlassen. Gerade erst hat sich die mobile Internetnutzung verdoppelt. Warum also sollte man diesen Freund, so verlässlich und beliebt er doch ist, nicht dazu bewegen, Werbebotschaften zu vermitteln? Die New York Times traut Mobile Marketing jedenfalls zu, das wichtigste Marketingtool aller Zeiten zu werden.

Haufe ⁄

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