13.01.2015 | Trends

Vor diesen Herausforderungen steht das Marketing 2015

Die Möglichkeiten, die das digitale Marketing bietet, sollten beim Schopf gepackt werden.
Bild: Comstock Images, a division of JupiterImages Corporation

Ob Content Marketing, Touchpoint Management oder Targeting - im (digitalen) Marketing werden derzeit diverse Trends intensiv diskutiert. Die Content-Management-Experten von E-Spirit fassen die wichtigsten Entwicklungen zusammen, mit denen sich Marketingverantwortliche beschäftigen sollten.

1. Machen Sie Kunden zu Markenbotschaftern

Eingebettet in eine Content-Strategie, die unternehmensübergreifend verfolgt und gelebt wird, sind gute Inhalte der Motor der Kundenkommunikation. Hierbei sollten Firmen nicht länger nur auf die Buyers Journey schauen – der Kunde sucht ein Produkt, findet und kauft es –, sondern auf die Customer Journey. Denn diese geht weiter: Nach dem Kauf bewertet der Kunde seine Erfahrungen, interessiert sich für Erweiterungen oder Zubehör, fragt Service-Leistungen an und tauscht sich mit anderen über seine Kauferlebnisse aus. Unternehmen, die diese Dynamik für sich nutzen möchten, müssen daher eine ganzheitliche Sicht wählen, die gesamte Customer Journey als relevant betrachten und aktiv managen. An jedem Touchpoint ist hochwertiger, relevanter Content essentiell. Eine ideale Customer Journey schaffen Anbieter dann, wenn es ihnen gelingt, Kunden als potentielle Botschafter ihrer Produkte und Marken zu sehen, und sie in dieser Rolle zu stärken. Erlebt der Kunde den gesamten Prozess von der Auswahl über die Lieferung bis zum Service positiv, lässt sich dieses Ziel verwirklichen: Nur zufriedene Kunden empfehlen Produkte und Händler weiter. Sie werden gute Botschafter im Sinne der Marke.

2.  Customer Touchpoints werden zu Customer Trustpoints

Personalisierung und Content Targeting in Echtzeit sind in aller Munde. Doch eine maßgeschneiderte Ansprache ist nur dann möglich, wenn Kunden auch bereit sind, dafür persönliche Daten preiszugeben. Dies geschieht nur, wenn sie dem Unternehmen vertrauen und der dadurch mögliche persönliche Service und individuelle Content einen Mehrwert für sie bietet. Dann akzeptieren sie Tracking-Cookies, stimmen der Datennutzung zu oder geben ihre E-Mail-Adresse für Newsletter-Abos an, um zusätzliche, für sie relevante Informationen und Angebote zu erhalten. Unternehmen sind gut beraten, wenn sie die Customer Touchpoints als Customer Trustpoints betrachten und ihre Personalisierungs- sowie Content-Marketing-Strategien 2015 entsprechend nachhaltig planen. 

3. Ausgewogene Ansprache

Befürworter und Skeptiker personalisierter Ansprache halten sich die Waage. Das belegen die Ergebnisse der W3B-Studie von Fittkau & Maaß. Demnach freuen sich 41 Prozent über individuelle Produktempfehlungen. Ebenfalls 41 Prozent ist es jedoch äußerst unangenehm, wie viele ihrer Daten gesammelt und genutzt werden. Wer Kunden gewinnen und binden möchte, sollte also nicht zu aggressiv auftreten. Sonst kann schnell das Gegenteil von dem eintreten, was eigentlich erreicht werden soll: Der Kunde fühlt sich belästigt. Es geht um ein ausgewogenes Zusammenspiel verschiedener Marketingaktionen und sinnvolle Personalisierung – der Kunde darf sich nicht verfolgt fühlen.

4. Marketing verstärkt automatisieren und Lösungen verknüpfen

Die große Herausforderung für viele Unternehmen wird im kommenden Jahr darin bestehen, die verschiedenen notwendigen Technologien, die an den unterschiedlichen Trustpoints eingesetzt werden, sinnvoll und durchdacht miteinander zu verknüpfen. Denn die Anforderungen an die Lösungen sind so individuell wie die Unternehmen, ihre Go-to-Market-Strategie und die jeweilige Customer Journey. Deshalb wird sich laut E-Spirit der Trend hin zu Best-of-Breed und weg von Suite-Lösungen weiter verstärken. Ob Shopsystem, E-Mail-Marketing, Social Media, Videostreaming, Analytics, CRM, Digital Asset Management oder Product Information Management – egal welche Lösungen von welchen Anbietern am besten geeignet sind: Sie müssen beliebig kombiniert werden können und konsistent zusammenspielen, um die Customer Journey nahtloser und besser zu machen.

5. Digitale Inhalte geschickt personalisieren: Realtime-Targeting

Individuelle oder zu Interessen oder Persönlichkeitsmerkmalen passende Inhalte bereit zu stellen, ist eine komplexe Herausforderung. Unterstützung bietet das sogenannte Realtime Targeting. Mithilfe des CMS lassen sich digitale Inhalte für beliebig viele definierte Rollen oder Personas erstellen, verwalten und zeitlich passend sowie automatisiert an den richtigen Trustpoints zur Verfügung stellen. Das CMS sorgt zudem für die optimale (responsive) Darstellung unterschiedlicher Ausgabeformate, auf Smartphones, Tablets oder Desktop-PCs.

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Schlagworte zum Thema:  Marketing, Content Marketing, Dialogmarketing

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