Meine Daten behalte ich lieber für mich: So denken viele Deutsche. Bild: Corbis

Würden Sie Gesundheitsdaten, Finanzdaten oder Stromverbrauch im Austausch für Vorteile oder Prämien teilen? Eine Gfk-Umfrage zeigt: Rund 40 Prozent der Internetnutzer in Deutschland sind dazu nicht bereit.

Für die Umfrage wurden mehr als 22.000 Verbraucher aus 17 Ländern online gefragt, wie stark sie folgender Aussage zustimmen: "Ich bin bereit, meine persönlichen Daten (Gesundheits-, Finanzdaten, Fahrtenschreiber, Stromverbrauch usw.) im Austausch gegen Vorteile wie niedrigere Kosten oder personalisierten Service offenzulegen."

In Deutschland lehnen es insgesamt 40 Prozent der Menschen ab, persönliche Daten im Austausch für Vorteile oder Prämien zu teilen. Nur 12 Prozent würden diese offenlegen.

Vor allem ältere Befragte in Deutschland können sich nur schwer oder gar nicht vorstellen, ihre Daten zu teilen: Rund 44 Prozent der 50- bis 59-Jährigen und über die Hälfte der Befragten ab 60 Jahren geben an, diese nicht offenzulegen. Anders sieht es bei den jüngeren Onlinenutzern aus. Hier sinkt der Anteil auf 28 Prozent (15 bis 19 Jahre) beziehungsweise 32 Prozent (20 bis 29 Jahren).

Datenschutz-Bedenken variieren von Land zu Land

Auch in Frankreich, Brasilien, Kanada und den Niederlanden halten sich die Befragten eher zurück. Hier behalten jeweils 37 Prozent, 34 Prozent, 31 Prozent beziehungsweise 30 Prozent ihre persönlichen Daten lieber für sich.

Anders bei Befragten in China: Sie sind besonders auskunftsfreudig. Rund 38 Prozent der Onlinebefragten stimmen der Aussage zu. Nur acht Prozent sind dazu nicht bereit. Ebenfalls offener zeigen sich Onlinenutzer in Mexiko (30 Prozent), Russland (29 Prozent) und Italien (28 Prozent).

Datenschutz: Kunden sehen vor allem Firmen in der Pflicht

Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Marketing

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