09.01.2014 | Umfrage

Deutsche bei Mobile-Nutzung noch zögerlich

Ohne PC kommen die Deutschen (noch) nicht aus.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Im Vergleich zu anderen stehen die Deutschen der mobilen Kommunikation mit Unternehmen und Organisationen noch zögerlich gegenüber. So wollen laut einer Fico-Studie beispielsweise 90 Prozent der Befragten auch in Zukunft ihre Bankgeschäfte nicht mobil abwickeln.

Der Softwareanbieter ließ von Fresh Minds Research 2.239 Smartphone-Nutzer aus 14 Ländern zu ihren privaten Kommunikationsgewohnheiten befragen. Demnach stehen User aus China, Korea und Indien der mobilen Kommunikation mit Unternehmen deutlich offener gegenüber als Deutsche, Franzosen oder Engländer. Alert-Apps sind hingegen gefragt: 62 Prozent der Deutsche gefällt die Idee, im Falle eines Betrugs per App eine Warnung zu erhalten. Anders bei fälligen Zahlungen. In diesem Fall will nur jeder Zweite erinnert werden.

Das Verhältnis der Deutschen zum Online-Banking bleibt gespalten. Zwar machen 80 Prozent beim Online-Banking mit, ebenso viele gehen aber weiterhin zum stationären Kontoauszugsdrucker in den Filialen. Mobil überprüfen nur 20 Prozent ihren Kontostand zumindest einmal im Monat. Weitaus aufgeschlossener zeigen sich dabei chinesische Bankkunden, von denen mehr als 60 Prozent wenigsten einmal monatlich ihr Konto online abfragen.

Auch beim Shopping noch skeptisch

Mobile Geräte kommen auch beim Shopping selten zum Einsatz. 84 Prozent der deutschen Befragten informieren sich lieber am PC über Produkte. In Großbritannien und den USA gilt dies für 81 beziehungsweise 82 Prozent der Studienteilnehmer. Auch hier liegt die Quote in Asien deutlich höher.

Deutsche schätzen beim Einkaufen weiterhin den persönlichen Kontakt. Deshalb geht die breite Mehrheit (84,2 Prozent) trotz E-Commerce mindestens einmal im Monat im stationären Handel einkaufen. Noch etwas weniger (78,3 Prozent) kaufen ebenso oft via PC ein. In Zukunft könnte sich dieses Verhältnis jedoch umdrehen, denn die Mehrheit (56,4 Prozent) will künftig vor allem am PC, 38,6 Prozent im Laden einkaufen. Auch hier hinken mobile Geräte mit vier Prozent (mobile Websites oder Apps) hinterher.

Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Finanzwirtschaft, Mediennutzung, Handel, Multichannel, Mobile Marketing

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