| E-Mail-Marketing

Trotz steigender Zustellrate ist Deutschland Schlusslicht

Bei der Zustellrate bildet Deutschland in Europa das Schlusslicht.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

In Deutschland ist laut einer Studie von Return Path die Zustellrate im E-Mail-Marketing zuletzt um 12 Prozent auf 78 Prozent gestiegen. Das ändert jedoch nichts daran, dass Deutschland mit diesem Wert im europäischen Vergleich das Schlusslicht bildet.

Für den "E-Mail Intelligence Report" hat Dienstleister Return Path die Zustellraten von bestellten Marketing-E-Mails untersucht. Die Ergebnisse der aktuellen Studie zeigen, dass die E-Mail-Zustellung weltweit abnimmt. Mehr als jede fünfte E-Mail, die im ersten Halbjahr 2013 von einem E-Marketer verschickt wurde, kam niemals in der Inbox des Empfängers an. In Europa gelang es sowohl in Frankreich als auch Deutschland, die Posteingangsrate teils merklich zu steigern. So kletterte sie in Frankreich um 9 Prozent auf 79 Prozent und in Deutschland um 12 Prozent auf 78 Prozent. Im europäischen Vergleich ist das allerdings immer noch der schlechteste Wert. Besonders hoch ist hierzulande der Anteil der Mails, die im Spamordner landen (11 Prozent).

Besonders die Zustellung von Werbemails an Gmail-Konten stellt die Versender in einigen Ländern vor große Herausforderungen, darunter Deutschland. So erreichen deutsche Versender im Durchschnitt bei Gmail lediglich eine Posteingangsrate von 38 Prozent und waren damit mit großem Abstand das Schlusslicht. Bei Yahoo liegt sie bei 61 Prozent. Kein anderes Land in der Studie wies bei diesen beiden Mailbox-Providern ähnlich schlechte Posteingangswerte auf wie Deutschland.

Die höchsten Zustellraten nach Branchen weisen Verlage und Versorgungsunternehmen auf. Ebenfalls weit vorne dabei sind Konsumgüter, Freizeit und Sport, Einzelhandel und Lebensmittel. Doch welche Absender sind am erfolgreichsten darin, die User zum Lesen zu animieren? Bei Mailings von Telekommunikationsanbietern und Entertainmentangeboten liegt die Leserate bei durchschnittlich 30 Prozent, bei E-Commerce-Newslettern bei 23 Prozent. In 15 Prozent der Fälle werden die Mails von E-Commerce-Anbietern direkt ungelesen gelöscht. Im Spam-Ordner landen sie allerdings nur selten, haben also grundsätzlich eine hohe Zustellbarkeit. 

Schlagworte zum Thema:  Direktmarketing, Dialogmarketing, E-Mail-Marketing

Aktuell

Meistgelesen