22.07.2015 | Database

Mit welchen Ausreden sich Firmen um das Thema Data drücken

Datenbasiertes Marketing? Ich muss weg!
Bild: Haufe Online Redaktion

Eigentlich sollte jedes Unternehmen wissen, dass es um das Thema Data nicht mehr herum kommt - zumal es im Marketing immer Optimierungspotenzial gibt. Eigentlich. Denn eine Ausrede findet sich immer.

Für die Optimierung von digitalen Kampagnen bietet die Analyse aussagekräftiger Nutzerdaten ideale Voraussetzungen. Dennoch vertrauen mehr als 40 Prozent der Marketingverantwortlichen in Deutschland laut "Adobe Digital Roadblock Report 2015" noch immer allein auf ihr Bauchgefühl, wenn wichtige Entscheidungen für die Marketingstrategie anstehen. Nur etwas mehr als jeder Dritte setzt bereits auf die validen Erkenntnisse einer Datenanalyse. Woran liegt´s? Adobe präsentiert die drei Top-Ausreden der Daten-Verweigerer – und warum sie damit völlig falsch liegen.

Ausrede 1: "Niemand weiß, wie es geht"

Fehlende Analyseerfahrungen führen häufig dazu, dass sich in den Unternehmen erst gar nicht an die datenbasierte Kampagnenoptimierung herangetraut wird. Laut Report fehlt es 21 Prozent der deutschen Marketingentscheider an entsprechenden Weiterbildungsangeboten in neuen Marketing-Skills. Tatsächlich aber brauchen sie die gar nicht, um mit der Optimierung durchzustarten: Moderne Analysetools sind inzwischen extrem einfach zu bedienen und verlangen keinerlei Vorerfahrungen. Mit nur wenigen Klicks gewinnen damit selbst Analyse-Rookies sehr schnell wertvolle Erkenntnisse, wie sie den Erfolg ihrer Maßnahmen optimieren können.

Ausrede 2: "Unser Unternehmen ist dafür nicht richtig aufgestellt"

Als nicht minder große Hürde, die den Marketer in seinen Optimierungsbemühungen blockiert, werden auch die unzureichenden Strukturen im eigenen Unternehmen angesehen. Und damit haben sie nicht ganz unrecht: Übergreifende Teamstrukturen und ganzheitliche Prozesse sind zweifelsohne wichtige Voraussetzungen, um die Potenziale der datenbasierten Kampagnenoptimierung bestmöglich auszuschöpfen. Doch davon muss so mancher CEO erst noch überzeugt werden. Am besten mit konkreten Ergebnissen kleinerer Optimierungsmaßnahmen, die ohne strukturelle Veränderungen durchgeführt werden können (zum Beispiel mit einfachen A/B-Testings). Statt zu resignieren, gilt es, aktiv zu werden und die Optimierung selbst in die Hand zu nehmen. Stimmen die Ergebnisse, wird über kurz oder lang auch die Unternehmensführung mitziehen.

Ausrede 3: "Mein Bauchgefühl hat mich noch nie getäuscht"

Zugegeben: Manchmal sind es auch das richtige Bauchgefühl und die langjährigen Erfahrungen eines Marketingverantwortlichen, die Kampagnen zum Erfolg führen. Über die volle Strecke einer Kampagne aber wäre es geradezu fahrlässig, sich allein auf sein Bauchgefühl zu verlassen. Dafür ist das Marketing zu schnell und heterogen geworden. Allein die Customer Journey hat dramatisch an Dynamik gewonnen, lineare Prozesse gehören der Vergangenheit an. Marketingverantwortliche stehen heute vor einer wahren Touchpoint-Odyssee der meist mobilen Kunden, die dringend eine ganzheitliche Betrachtung erfordert. Damit ist selbst der beste Bauch irgendwann überfordert.

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Schlagworte zum Thema:  Big Data, Database, Analytics, Marketing Automation

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