06.07.2012 | Kaufentscheidung

Schweizer Verbraucher kombinieren On- und Offline-Recherche

Auch in der Schweiz werden Kaufentscheidungen durch's Netz beeinflusst.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Mehrheit der Schweizer nutzt das Internet zur Informationssuche über Produkte, Marken und Unternehmen. Kaufentscheidungen entstehen aus einer Kombination von Online-Informationen und Auskünften aus anderen Quellen. So das Ergebnis einer Studie der Marketingberater Prof. Bruhn & Partner.

Demnach nutzen 38 Prozent der Schweizer das Internet „(sehr) häufig“ aktiv zur Recherche über Produkte, Marken oder Unternehmen, 42 Prozent immerhin „gelegentlich“. 37 Prozent lassen sich durch das Gelesene beeinflussen, weitere 45 Prozent ziehen die Bewertungen und Kommentare immerhin „ab und zu“ in ihre Kaufentscheidungen mit ein. Dabei hat das Web einen vornehmlich unterstützenden Charakter: Die große Mehrheit setzt neben den Online-Quellen auch auf Offline-Kanäle.

Allerdings schöpfen die Unternehmen das enorme Potenzial, das Soziale Netzwerke, Wikis, Videoplattformen und Newsportale bieten, nicht vollständig aus. Auch die Bevölkerung nutzt in der Regel nur Suchmaschinen und Unternehmenswebsites zu Recherchezwecken, obwohl auch die anderen Online-Kanäle grundsätzlich sehr hohe Reichweiten erzielen.

Die Glaubwürdigkeit der Kommentare und Bewertungen ist hoch: Knapp die Hälfte der Befragten sagt, dass sich die gefundenen Kommentare (meistens) mit ihren persönlichen Erfahrungen decken. 67 Prozent der Schweizer Internetnutzer lesen „Sehr häufig“ oder zumindest „ab und zu“ die Bewertungen Dritter im Internet. Allerdings: Eigene Statements werden dabei selten verfasst. Immerhin 60 Prozent der Studienteilnehmer haben selbst noch nie eine Bewertung ins Netz gestellt. Ein Großteil der Veröffentlichungen wird dementsprechend von einer relativ kleinen Nutzergruppe verfasst.

Der Anteil der sogenannten Heavy User nimmt ebenso wie hierzulande auch in der Alpenrepublik mit dem Alter ab. Personen zwischen 50 und 74 Jahren ziehen zur Informationssuche nur selten das Internet heran. Dafür spielt es in der Gruppe der 14- bis 20-Jährigen eine besonders herausragende Rolle: 39 Prozent lassen sich „sehr häufig“ im Web bei ihrer Kaufentscheidung beeinflussen, bei den über 50-Jährigen liegt dieser Wert nur noch bei 16 Prozent. Sie vertrauen eher auf Informationen aus Offline-Kanälen. An der Online-Befragung im Januar 2012 haben mehr als 1.000 Personen teilgenommen.

Schlagworte zum Thema:  Multichannel, Mediennutzung, Marketing

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