| Interview mit Martin Sippel

"Marktforschung hilft"

"Ich glaube, dass man auch weiterhin Zielgruppen definieren wird."
Bild: Research & Results

Am 26. und 27. Oktober findet im MOC München die Marktforschungsmesse Research & Results statt. Sie strebt erneut Rekordwerte an. Und sie wird seit Jahren internationaler, was sie – auch über die deutschen Grenzen hinaus – zu einem zentralen Branchentreffen macht. Wir haben uns mit Martin Sippel, Geschäftsführer des Veranstalters der Research & Results, über Marktforschungstrends in digitalen Zeiten und die Highlights der Messe ausgetauscht.

In Zeiten des digitalen One-to-One-Dialogs wird viel über die Zukunft der Zielgruppe diskutiert. Wie sehen Sie das? Was hat sich verändert durch Online?

Sippel: Ich glaube, dass man auch weiterhin Zielgruppen definieren wird, weil sie ein Mittel sind, um Marketing- und Sales-Strategien operativ zu machen. Zielgruppen sind sicherlich auch ein Mittel, um Komplexität zu  reduzieren. Denn wohl niemand ist in der Lage, eine große Menschenmenge als Einzelne zu begreifen. Wie man dann mit der Zielgruppe kommuniziert – also ob mit Botschaften an viele oder mit individualisierten Botschaften – ist dann ja eine Frage der Umsetzung und der genutzten Medien. Natürlich hat man mit übersimplifizierten Zielgruppen noch nie wirklich viel erreicht, und die eingesetzten Medien ergeben sich aus Zielgruppe und intendiertem Kommunikationsinhalt. Und gerade hier setzt die Marktforschung an. Sie hilft, die richtigen Empfänger der Botschaft – sprich die Zielgruppe – zu identifizieren und damit Ordnung in eine komplexe Welt zu bringen.

Wie verändert sich die Erforschung der Marke durch die digitalen Kanäle?

Sippel: Seit der Einführung von Online-Studien vor rund fünfzehn Jahren hat sich tatsächlich viel in der Markenforschung getan. Die Studien sind kostengünstiger geworden, die Ergebnisse stehen schneller und oft auch automatisch zur Verfügung. Außerdem sind neue Methoden dazu gekommen. Mit Tools wie zum Beispiel Online-Communitys oder Social Media Research können wertvolle qualitative Erkenntnisse gewonnen werden. Die klassische Marktforschung ergänzt diese neuen Methoden, quantifiziert die Ergebnisse und bringt sie in einen Gesamtzusammenhang.

Die Research & Results strebt erneut auf Rekorde zu: Welche Highlights erwarten die Besucher?

Sippel: Mit knapp 190 Ausstellern haben wir tatsächlich einen neuen Ausstellerrekord. Immer mehr Unternehmen, auch aus dem Ausland, wollen sich vor dem Fachpublikum präsentieren. Inhaltlich decken die Aussteller und 90 Workshops das gesamte Themenspektrum der Marktforschung ab. Und die Branche
selbst steht im Mittelpunkt einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion.

Weitere Informationen zur Research & Results finden Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Marktforschung, Dialogmarketing, Marketing, Online-Marketing

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