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Qualität bei Kaufentscheidungen wichtiger als der Preis

Qualität wiegt schwerer als der Preis.
Bild: Haufe Online Redaktion

Bei Kaufentscheidungen zählen Qualität und Vertrauen. Die Vorliebe für Marken ist gerade bei jüngeren Verbrauchern stark ausgeprägt. Dies bestätigt die Studie "Marken – eine Frage des Vertrauens?“ des Beratungsunternehmens Pwc.

Demnach entscheiden sich 66 Prozent der 1.000 Befragten für Markenprodukte, weil sie von der Qualität überzeugt sind oder in der Vergangenheit positive Erfahrungen damit gemacht haben. In der Gruppe der 16- bis 34-Jährigen ist dieser Anteil mit 71 Prozent sogar überdurchschnittlich hoch. Vor allem bei besonderen Anlässen wie Weihnachten entscheiden sich 45 Prozent gezielt für ein Markenprodukt.

Das Vertrauen der Kunden sei ein enormes Gut für jede Marke, sagt Gerd Bovensiepen, Leiter des Bereichs Handel und Konsumgüter bei Pwc. Vertrauen entstehe dann, wenn sich Kunden sicher sein können, dass sie mit dem Markennamen auch eine verlässliche Qualität erhalten. Und dafür sind sie bereit, mehr zu zahlen. 56 Prozent der Studienteilnehmer stimmen der Aussage zu, dass Markenprodukte selbstverständlich teurer sind, weil sie hochwertiger hergestellt und verarbeitet wurden. Viele Verbraucher würden, so Bovensiepen weiter, bestimmten Marken vertrauen, weil sie diese bereits aus der Kindheit kennen.

Bei Elektronikprodukten zählt das Label

Ob und inwieweit Kunden auf Marken setzen, hängt auch von der Produktkategorie ab. 72 Prozent der Befragten (bei der jungen Zielgruppe bis 24 Jahre sind es 88 Prozent) achten beim Kauf von Elektronik auf den Herstellernamen, im Bereich Kosmetik und Körperpflege sind es 65 beziehungsweise 64 Prozent. Weniger entscheidend sind Marken hingegen bei Lebensmitteln, Getränken, Kleidung und Sportartikeln.

Für die Mehrheit der Verbraucher (87 Prozent) sind Handelsmarken eine adäquate und preisgünstige Alternative zu Markenprodukten. 85 Prozent vermuten, dass es sich dabei eh um Markenprodukte in anderer Verpackung handelt. Rund die Hälfte der Verbraucher informiert sich gezielt über die Herkunft einer Handelsmarke und schaut auf die Produktverpackung (53 Prozent) oder recherchiert auf einem unabhängigen Internetportal (49 Prozent).

Jüngere fällen Kaufentscheidungen auf Basis von Werbung und Social Media

Allgemein spielen Werbung und Empfehlungen in Internetforen oder Social Media nur eine untergeordnete Rolle. Anders bei Zielgruppen bis 34 Jahre: Sie lassen sich deutlich stärker von einer Marke überzeugen. Unternehmen sollten junge Verbraucher deshalb direkt ansprechen, rät Bovensiepen. Ihre Kaufbereitschaft lasse sich gezielt fördern.

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Schlagworte zum Thema:  Markenführung, Marke, Kaufverhalten, Marketing

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