| Prognose

Der Werbemarkt zieht wieder an

Klassik meets Moderne. In der Werbewirtschaft konkurrieren Print- und Online-Medien.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der deutsche Werbemarkt zieht nach einigen Monaten der Zurückhaltung wieder an. Erstmals seit 2011 werden die Werbeinvestitionen wohl wieder steigen: Laut einer Prognose der Mediaagentur Zenithoptimedia um 1,2 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2013 geht die Agentur zwar noch von einem Minus von 1,5 Prozent aus, ab dann soll es aber wieder aufwärts gehen. Die Wirtschaftslage lasse die Unternehmen optimistisch in die Zukunft blicken, kommentiert Frank-Peter Lortz, Chairman der Agentur Zenithoptimedia. Es zeichne sich bereits ab, dass Werbungtreibende bislang zurückgehaltene Budgets freigäben und in Marken- und Imagewerbung investierten. Am stärksten profitieren werde von dieser Entwicklung wohl TV, sodass man hier von einem Wachstum von 2,3 Prozent in 2013 ausgehe.

Andere Werbeformen ziehen bereits an. So könnten die Investitionen für Internetwerbung in diesem Jahr schon um 5,3 Prozent über dem Vorjahr liegen. Für 2014 und 2015 wird ein jährliches Wachstum zwischen acht und neun Prozent erwartet. Mit Investitionen von netto 4,29 Milliarden Euro in Online-Display, Search und Affiliate wird im kommenden Jahr für Internetwerbung erstmals mehr ausgegeben als für TV-Spots (4,27 Milliarden).

Printmedien verlieren weiter, Mobile boomt

Die größten Verlierer im Werbemarkt bleiben die Printmedien. Zeitungen werden wohl im sechsten Jahr in Folge Werbeeinnahmen einbüßen (minus 8,1 Prozent). Bei den Zeitschriften sieht es mit einem Minus von 4,8 Prozent nur wenig besser aus. Stärkste Mediengattung bleibt trotzdem die Gesamtheit der Gattung Zeitungen (Tages-, Wochen-, Sonntagszeitung, Anzeigenblätter und Beilagen). Erst 2015 wird der Prognose zufolge erstmals gleich viel in Online-Werbung und Zeitungen investiert.

Mehr als ein Drittel des gesamten Werbemarktwachstums geht dieses Jahr bereits auf Internetwerbung zurück, die auf Smartphones und Tablets ausgeliefert wird. Insgesamt ist Mobile mit einem Gesamtvolumen von 14,3 Milliarden US-Dollar und 2,8 Prozent Anteil an den weltweiten Werbeinvestitionen zwar noch klein, doch ein jährliches Wachstum von mehr als 50 Prozent spricht eindeutig für einen Boom. Lortz ist überzeugt, dass über kurz oder lang auch in Deutschland die Werbebudgets den Nutzern auf mobile Endgeräte folgen werden.

Schlagworte zum Thema:  Werbung, Marketing

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