16.10.2014 | Print

Werbung baut ab, Verpackungsindustrie legt deutlich zu

Der Überlebenskampf im Druckgeschäft wird härter, gefragt ist vor allem Digitaldruck.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Nachfrage nach gedruckter Werbung sinkt weltweit deutlich. Dafür fragt die Verpackungsindustrie immer mehr Durck-Dienstleistungen nach – wohl auch eine Folge des boomenden E-Commerce. Das geht aus der Untersuchung "Global Insights" der Leitmesse drupa hervor.

Die Digitalisierung macht der Druckbranche schwer zu schaffen, wie die Untersuchung der drupa zeigt. 46 Prozent der befragten internationalen Führungskräfte aus der Druckindustrie melden einen Rückgang der Nachfrage nach konventionell, nicht digital gedruckten Produkten. 21 Prozent geben an, die Nachfrage sei gewachsen. betroffen ist vor allem der Buchdruck mit einem Rückgang von 42 Prozent, der Verpackungssektor meldet nur einen Rückgang um 14 Prozent. Die Nachfrage nach Verpackungsdruck stiegt insgesamt, was sich auch darin ausdrückt, dass Pappe, Metall, Glas und andere Materialien stark gesucht sind, die Nachfrage nach Papier aber sinkt. Grund für den Boom beim Verpackungsdruck ist das Wachstum im E-Commerce

Kleinauflagiger Katalogdruck

Vor allem die sogenannten Akzidenzdruckereien, die besonders von der Produktion gedruckter Werbemittel abhängig war, investieren verstärkt in den Ausbau des Portfolios. Wichtig sind Web-to-print-Angebote, Kundendatenmanagement und andere Web-basierte Services. Druckereien, die sich auf Buch- und Zeitungsdruck spezialisiert haben, setzen zunehmend auf Print on demand und kleinauflagigen Digitaldruck. Auch dies eine Folge des Wandels in der Werbekommunikation, denn bei Mailings gilt schon länger Klasse statt Masse: Kleine Auflagen für spitze Zielgruppen. Das zeigt sich auch darin, dass 60 Prozent der Katalogdruckereien einen Anstieg im kleinauflagigen Katalogdruck verzeichnen.

 

Schlagworte zum Thema:  Print, Digitalisierung, Werbung, Verpackung

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