10.11.2014 | Print

Druckindustrie kommt nicht zur Ruhe

In der deutschen Druckindustrie sind derzeit keine Höhenflüge zu erwarten.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Vor kurzem noch meldete der Bundesverband Druck und Medien (Bvdm) eine Stabilisierung der Lage in der Druckindustrie. Nun ist die Stimmung im Oktober wieder deutlich gesunken.

Der Branchenbericht des Bundesverbandes Druck und Medien (Bvdm) zur Situation der deutschen Druckindustrie von Ende Oktober verzeichnete noch eine Stabilisierung der Lage. So gab es laut Bvdm im Vergleich zur Vorjahresperiode leicht wachsende Umsatzzahlen in Betrieben mit 50 und mehr Beschäftigten. Das Druckgewerbe produzierte im 1. Halbjahr 2014 außerdem mindestens genauso viel wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der arbeitstäglich bereinigte Produktionsindex für Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten wuchs mit knapp einem Prozent. Dies sei das erste ausgewiesene Produktionswachstum seit dem 2. Halbjahr 2011, hieß es. Darüber hinaus sende auch der Arbeitsmarkt für Druckberufe positive Signale.

Laut "Konjunkturtelegramm Oktober 2014" hat sich der Wind nun schon wieder etwas gedreht. Geschäftslage und Geschäftserwartungen verschlechtern sich gegenüber dem Vormonat, das Geschäftsklima rutscht wieder ins Minus.

Im Einzelnen: Der Beurteilungswert der aktuellen Geschäftslage ist gegenüber seinem Vormonatswert um 4 Prozentpunkte auf 17 Prozent zurückgegangen. 28 Prozent der Teilnehmer des Ifo-Konjunkturtests schätzten ihre momentane Situation als gut ein, 11 Prozent dagegen als schlecht. Im September lagen die Werte noch bei 30 bzw. neun Prozent. Die restlichen 61 Prozent halten ihre konjunkturelle Lage, wie im Vormonat, für befriedigend. Beeinflusst wird die Beurteilung von der sinkenden, inländischen Produktionstätigkeit und der schlechteren Nachfragesituation im Vormonat sowie des sich im Oktober verringernden Auftragsbestandes. Das Druckgewerbe entwickele sich damit parallel zur Gesamtindustrie, betont der Bdvm.

Auch für die kommenden sechs Monate schwingen die Geschäftserwartungen deutlich ins Minus.

Schlagworte zum Thema:  Direktmarketing, Dialogmarketing, Mailing

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