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Vier von fünf Einkäufen werden noch immer bar bezahlt

Die Deutschen hängen immer noch am Bargeld.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Deutschen sind Freunde des Bargeldes. Dies unterstreicht eine Studie des EHI Retail Institute. Zwar wird nur etwas mehr als die Hälfte des Handelsumsatzes bar bezahlt, doch bezogen auf die Zahl der Transaktionen ist das Bild sehr eindeutig.

18-20 Milliarden Mal wird laut der EHI-Studie "Kartengestützte Zahlungssysteme im Einzelhandel 2014" jedes Jahr im stationären Einzelhandel eingekauft. Das macht zwischen 220 und 250 Einkäufe pro Kopf. Pro Haushalt lassen sich daraus jährlich rund 470 Einkäufe in Ladengeschäften und Kiosken errechnen. Immer noch 80 Prozent aller Einkäufe werden bar gezahlt, bei jedem fünften Einkauf greifen die Kunden zur Debit- oder Kreditkarte.

Bezogen auf den Umsatz hat das bargeldlose Bezahlen aber ein wesentlich stärkeres Gewicht als bei den Transaktionen. Im Jahr 2013 wurden nur noch 54,4 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes in Höhe von 390 Milliarden Euro mit Bargeld erzielt.

Das EHI hat rund 8,9 Milliarden Einkäufe analysiert und über alle untersuchten Branchen einen durchschnittlichen Einkaufsbetrag in Höhe von 24,33 Euro festgestellt. Kioske mit besonders niedrigen durchschnittlichen Einkaufsbeträgen blieben für die Erhebung unberücksichtigt. Unter Einbeziehung der Kioske würde sich ein Durchschnittsbon von 18,75 bis 20,80 Euro ergeben.

Nur 4,3  Einkäufe wurden in Unternehmen getätigt, die sowohl Bargeld als auch Kreditkarten sowie Girocard/Electronic-Cash und/oder EC-Lastschriftverfahren akzeptieren. Der Durchschnittsbon dort beträgt 24,16 Euro. Während die Bartransaktionen mit durchschnittlich 18,59 Euro um 23 Prozent unter diesem Mittelwert lagen, hatten die Einkaufskörbe der EC-Lastschriftzahler einen Wert von 44,07 Euro und die der Girocard-/Electronic-Cash-Zahler von 48,94 Euro. Kreditkartenzahler gaben sogar durchschnittlich 61,24 Euro für ihre Einkäufe aus und damit 153 Prozent mehr als Durchschnittszahler.

Der Abstand zwischen den Zahlungsarten ist aber in den vergangen Jahren deutlich kleiner geworden, da auch bei kleineren Einkaufsbeträgen immer häufiger zur Karte gegriffen wird. So hat das EHI für eine durchschnittliche Electronic-Cash/Girocard-Transaktion im Handel einen Rückgang um gut 34 Prozent zwischen 2003 und 2013 berechnet. Im selben Zeitraum hat sich die Zahl der Electronic-Cash/Girocard-Bezahlvorgänge von 310 Mio. auf 2,038 Milliarden fast versiebenfacht.

Schlagworte zum Thema:  Payment, Handel

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