16.01.2014 | Nielsen

Werbemarkt hat 2013 um zwei Prozent zugelegt

Auch wenn die Bäume nicht in den Himmel wuchsen: Ein Werbeplus war 2013 drin.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Werbetreibenden in Deutschland haben laut Nielsen im vergangenen Jahr mehr Geld ausgegeben. Auf 26,7 Milliarden Euro belief sich der deutsche Bruttowerbemarkt. Er lag damit zwei Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Gewinner war nicht nur Online.

Viele Werbetreibende steigerten ihre Bruttowerbebudgets im Vergleich zum Jahr 2012. Das dritte und vor allem das vierte Quartal entwickelten sich besonders positiv: Mit plus 4,8 Prozent in den letzten drei Monaten legte der Werbemarkt einen starken Jahresendspurt hin. Rund 8,3 Milliarden Euro brutto wurden in der traditionell werbeintensiven Vorweihnachtszeit in Marketing investiert.

Den Titel der werbestärksten Branche eroberten die Händler zurück (1,6 Milliarden Euro), obwohl sie insgesamt eine leicht rückläufige Werbebilanz aufweisen (minus 3,4 Prozent). Diese Entwicklung geht vor allem auf die Discounter zurück, die in den vergangenen Jahren laut Nielsen kontinuierlich ihre Werbeaktivitäten zurückgefahren haben. Penny-Markt und Aldi stachen 2013 bei den Reduzierungen besonders hervor, wohingegen Netto und Norma ihre Werbemaßnahmen im Vergleich zum Vorjahr ausbauten. Mit Bruttowerbeausgaben in Höhe von knapp 1,6 Milliarden Euro nahmen die Autobauer im Jahresranking den zweiten Platz ein. Auch diese Branche lag allerdings mit minus 3,0 Prozent leicht unter dem Niveau von 2012. Besonders intensiv engagierten sich die Händler im Vergleich im Dezember.

TV unterstrich im Jahr 2013 seine Position als Leitmedium. Dort gab es ein Plus von 5,7Prozent. Insgesamt wurden rund 12 Milliarden Euro in Werbeschaltungen investiert. Das Medium Radio zeigte sich vor allem im ersten Halbjahr stark. Dies hatte auf das Gesamtergebnis von 1,6 Milliarden Euro (plus 3,6 Prozent kumuliert) einen positiven Einfluss.

Für Out-of-Home-Werbung weist die Nielsen-Werbestatistik eine erfreuliche Entwicklung bei den Bruttowerbeerlösen aus, die sich trotz unterjähriger Schwankungen auf einen Zuwachs von plus 11 Prozent (1,5 Milliarden Euro) insgesamt beläuft. Der durch Online-Werbung generierte Bruttowerbedruck ist mit plus 3,5 Prozent und knapp 3 Milliarden Euro kumuliert ebenfalls deutlich positiv, während in den Kinos die Bruttowerbeeinnahmen knapp unter das Vorjahresniveau fielen (minus 2,1 Prozent, 101,3 Millionen Euro).

Die Print-Werbung verlor im Vergleich zum Jahr 2012 insgesamt fast 5 Prozent. Hier schlossen die Fachzeitschriften das Jahr mit minus 3,7 Prozent ab (401,4 Millionen Euro). Auch die Publikumszeitschriften konnten im Dezember die positive Entwicklung der letzten sechs Monate nicht beibehalten und verloren minus 3,2 Prozent im Vorjahresvergleich (minus 1 Prozent und 3,5 Milliarden Euro kumuliert). Die Tageszeitungen hatten im ersten Halbjahr sinkende Bruttowerbeeinnahmen im zweistelligen Prozentbereich zu verzeichnen, was durch die folgenden Monate, die sich etwas besser entwickelten, dennoch nicht kompensiert werden konnte (minus 7,6 Prozent und 4,6 Milliarden Euro kumuliert).

Schlagworte zum Thema:  Medien, Mediaplanung, Werbung, Marketing

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