| Mobile

Smartphones gehen weg wie warme Semmeln

China wird der Markt mit dem größten Umsatzvolumen und den höchsten verkauften Stückzahlen bleiben.
Bild: Haufe Online Redaktion

Erstmals wurden im vergangenen Jahr weltweit mehr als eine Milliarde Smartphones abgesetzt. Doch eine Sättigung in den Industrieländern ist bereits absehbar. Das künftige Wachstum wird vor allem von den Schwellenländern ausgehen.

Laut einer Gfk-Erhebung wurden im vierten Quartal 2014 weltweit 115 Milliarden Dollar mit Smartphones umgesetzt (bei 346 Millionen Stück). Das entspricht einem Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden damit im vergangenen Jahr weltweit mehr als 1,2 Milliarden Geräte verkauft. Damit wird zum ersten Mal die Marke von einer Milliarde geknackt (2013: 998 Millionen). Auch die mobile Internetnutzung steigt weltweit an.

Im vierten Quartal 2014 wurden weltweit mehr Smartphones verkauft und höhere Umsätze erzielt als im Vorjahresquartal. Einzige Ausnahme sind die Industrieländer der Region Asien/Pazifik. Sie verloren aufgrund von veränderten Subventionsregeln in Korea. Das größte Wachstum im Smartphone-Markt verzeichnete hingegen Lateinamerika. Hier wurden 36 Millionen Geräte im vierten Quartal 2014 verkauft. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist das ein Anstieg von 43 Prozent. Auch beim Umsatz konnte diese Region gegenüber dem vierten Quartal 2013 zulegen. Er stieg um 37 Prozent auf circa 10 Milliarden Dollar.

China wird laut Gfk auch in Zukunft der Markt mit dem größten Umsatzvolumen und den höchsten verkauften Stückzahlen bleiben. Allerdings verlangsamte sich das Wachstum in dieser Region in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres deutlich. Im vierten Quartal stagnierten die verkauften Stückzahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, der Umsatz stieg hingegen um 21 Prozent auf 28 Milliarden Dollar. Das ist der bisher höchste Quartalswert überhaupt.

Für das Jahr 2015 prognostiziert GfK, dass die verkauften Stückzahlen in allen Märkten weiter steigen werden, allerdings deutlich langsamer als 2014. "Wir gehen davon aus, dass der Smartphone-Markt 2015 langsamer wachsen wird, weil in den Industrieländern ein Sättigungseffekt einsetzt", sagt Arndt Polifke, Global Director für Telekommunikation bei der Gfk. "Deshalb sagen wir voraus, dass weltweit in diesem Jahr nur 14 Prozent mehr Smartphones verkauft werden als im vergangenen Jahr. 2014 konnte das Segment noch 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegen. Das Wachstum wird 2015 vor allem von Schwellenländern ausgehen, da Smartphones nun auch zu niedrigeren Preisen zu haben sind. Geräte, die teurer als 150 Dollar sind, werden Marktanteile verlieren, wohingegen die Verkaufszahlen bei Smartphones in der Preisspanne 100 bis 150 Dollar stabil bleiben werden. Anteilsmäßig werden  Smartphones mit einem Preis von unter 100 Dollar an Bedeutung gewinnen."

Zur Studie: Die Daten werden von der Gfk kontinuierlich in Stichproben der unterschiedlichen Absatzkanäle erfasst und hochgerechnet. In das Handelspanel fließen weltweit Daten von mehr als 425.000 Verkaufsstellen ein.

Weiterlesen:

Welche Rolle Smartphones beim Einkauf spielen

Mobile Suche trägt zu Kaufentscheidung bei

So geht Usability auf mobilen Endgeräten

Schlagworte zum Thema:  Mobile Marketing, Mobile Commerce, Dialogmarketing, Mediennutzung

Aktuell

Meistgelesen