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Schlechte Usability vertreibt Kunden aus Mobile Shops

Sind die Ladezeiten zu lang, sind die Kunden schnell weg.
Bild: Haufe Online Redaktion

Eine US-amerikanische Studie zeigt, was eine schlechte Usability anrichten kann: Mehr als die Hälfte der Smartphone-Besitzer hat schon einmal einen mobilen Einkauf wegen einer unübersichtlichen Navigation oder langer Ladezeiten abgebrochen.

Die Studienautoren des Identity-Management-Dienstleisters Jumio haben ausgerechnet, dass US-Händler rund 24 Milliarden Dollar aufgrund einer schlechten Usability beim Mobile Commerce verloren haben, weil Kunden einen Kauf abgebrochen haben. 56 Prozent der Befragten gaben an, dass eine unübersichtliche Navigation, ein kompliziertes Check-out- oder Payment-Verfahren oder lange Ladezeiten dazu geführt hätten. Manchen war die Eingabe der persönlichen Informationen über die kleine Tastatur eines Smartphones zu mühsam. Einem Viertel waren die angebotenen Bezahlmethoden zu unsicher.

In 60 Prozent der Fälle ging es dabei um den Kauf von Kleidung, Schuhen oder Accessoires. Wie ungeduldig die Käufer sind, variiert stark nach Alter und Geschlecht: So liegt beispielsweise die Abbruchrate bei weiblichen Millennials bei 78 Prozent und damit weit über dem Durchschnitt. Die Größe des Warenkorbes hat hingegen keinen Einfluss.

Warenkorbgröße hat keinen Einfluss

Weitere Shops, die mit einer unnötig hohen Kaufabbruchrate zu kämpfen haben, verkaufen Lebensmittel (41 Prozent), Reisen (41 Prozent) sowie Haushaltsartikel (39 Prozent) oder Veranstaltungstickets (39 Prozent).

Eine gute Nachricht liefert die Studie Händlern schließlich doch: Nicht in jedem Fall ist der Umsatz für immer verloren, denn immerhin 66 Prozent derer, die einen mobilen Einkauf abgebrochen haben, kamen via PC oder Laptop zum Shop zurück, um den Kauf abzuschließen.

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Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Mobile Commerce, Mobile Marketing

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