10.04.2014 | Mobile Commerce

Viel ungenutztes Potential beim Einkaufen mit dem Smartphone

Wie wird das Smartphone am Point-of-Sale verwendet?
Bild: MEV-Verlag, Germany

Das Smartphone kann das Einkaufen revolutionieren – und Smartphone-Besitzer wollen das auch. So lautet das Ergebnis einer TNS Infratest Befragung zur Nutzung mobiler Services während des Einkaufs. Gleichzeitig offenbart die Umfrage die Größe des bisher ungenutzten Potentials.

Welche den Einkauf unterstützenden Funktionen werden auf dem Smartphone genutzt, wo besteht Nachfrage und wo nicht – das wollte TNS Infratest von über 1.000 Befragten wissen. Gerade bei den unter 30-jährigen schlummert hier jede Menge ungenutztes Potential, aber auch die 30 bis 60-jährigen holen auf und nutzen das Smartphone immer mehr beim Einkaufen. Lediglich bei den über 60-jährigen ist der Trend noch nicht angekommen. Allerdings besitzt diese Gruppe noch überwiegend herkömmliche Handys, die entsprechende Funktionen meist nicht unterstützen.

Welche Funktionen werden per Smartphone am Point-of-Sale genutzt?

Die am meisten genutzte Funktion ist das Einscannen von Produktcodes. Mehr als jeder Vierte verwendet bereits die entsprechende Funktion auf dem Smartphone. Weitere 55 Prozent können sich die Nutzung vorstellen.

Ebenfalls beliebt ist die Nutzung von Gutscheinen und Coupons auf dem Smartphone. Obwohl bis jetzt nur jeder Vierte aktiv davon Gebrauch macht, kann sich jeder Zweite vorstellen, in Zukunft an Rabattaktionen per Smartphone teilzunehmen. Jeder Dritte lehnt das komplett ab. Zuletzt ist das sogenannte Couponing um 30 Prozent gewachsen. So könnte das mobile Couponing der Zukunft aussehen.

Auf Angebote in der Nähe hingewiesen werden wollen 40 Prozent nicht. Der Rest kann es sich entweder vorstellen oder nutzt bereits das Smartphone dafür (15 Prozent). Mehrheitlich auf Ablehnung stößt dagegen die Möglichkeit, Einkaufslisten auf dem Smartphone anzulegen. Aber auch hier besteht Potential. Zwar nutzen lediglich 14 Prozent das Smartphone dafür, aber der Anteil derer, die sich in Zukunft die Nutzung vorstellen können, ist mehr als doppelt so hoch.

Mobile Payment ist seit jeher ein schwieriges Thema, dem die Deutschen mehrheitlich nicht offen gegenüberstehen. 57 Prozent lehnen Mobile Payment komplett ab. Lediglich sechs Prozent nutzen es. Mit sechs Mal so vielen potentiellen Kunden, die sich die Nutzung vorstellen können, ist aber auch Mobile Payment ein klarer Wachstumsmarkt, dem noch zu viele verschiedene Methoden im Weg stehen.

Auf die größte Ablehnung stoßen mobile Services vor allem im Geschäft. Die Mehrheit möchte hier weder auf Angebote hingewiesen werden, noch das Smartphone zur Navigation nutzen. Trotzdem gibt es auch hier eine relativ große Gruppe, die sich theoretisch die Verwendung entsprechender Angebote vorstellen kann.

Zur vollständigen Studie geht es hier.

Schlagworte zum Thema:  Mobile Commerce, Smartphone, Mobile Marketing, Couponing, Payment

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