| CMO-Befragung

Marketing tut sich schwer mit dem Innovationsmanagement

Marketing und IT sollten in Sachen Innovationsmanagement eng zusammenarbeiten.
Bild: Haufe Online Redaktion

Das Jahr 2014 ist für Marketer das Jahr des Innovationsmanagements. Der Studie "CMO Perspectives 2014" zufolge, sehen aber nur 46 Prozent der Befragten ihr Unternehmen darauf vorbereitet. Dabei sind sich ebenso viele der Bedeutung des Themas bewusst. Und es hakt an weiteren Stellen.

Jeder Zweite betont demnach die Bedeutung des Themas Innovationsmanagement. Gleichzeitig befürchten aber 51 Prozent, ihr Unternehmen sei nur halbwegs oder eher schlecht auf diese Herausforderung vorbereitet. 46 Prozent sehen keinerlei Probleme.

Aus Sicht der Marketingverantwortlichen gehören zu den anstehenden Herausforderungen auch die Stärkung der Kundenzufriedenheit sowie die Handhabung der wachsenden Anzahl an Kommunikationskanälen und -geräten (je 34 Prozent). In eine ähnliche Kerbe schlägt eine Studie des Gfk-Vereins. Dazu kommen ein verändertes Kundenverhalten (33 Prozent) und die sinkende Markenloyalität der Verbraucher.

Der wachsenden Macht der Kunden sind sich Marketer bewusst. 57 Prozent gehen fest davon aus, dass ihr Unternehmen auf die daraus resultierenden Konsequenzen gut vorbereitet ist. Jeder Zweite hält in diesem Zusammenhang die Einbindung von Customer Insights und Kunden-Feedback in die Business-Prozesse für wichtig bis sehr wichtig. Darüber hinaus haben Echtzeit-Feedback und Touchpoint-Analysen für 43 Prozent eine zentrale Bedeutung.

Kreativität und analytische Fähigkeiten sind wichtig

Die Studienautoren wollten außerdem wissen, welche Fähigkeiten Marketingverantwortliche mitbringen müssen, um diese Herausforderungen meistern zu können. Für die Mehrheit stehen ganz klar das Wissen um Kundenmeinungen (89 Prozent) sowie die Fähigkeit zu kreativem Denken (87 Prozent) im Mittelpunkt. Dass allgemeine Managementfähigkeiten und Führungsqualitäten dazu gehören, liegt auf der Hand, darüber hinaus sind nach Ansicht der Befragten aber auch analytische Fähigkeiten (83 Prozent), technologische Kompetenzen (66 Prozent) sowie Erfahrung im Umgang mit Social Media vonnöten. 

Ungeachtet der Defizite in den Unternehmen, zeige die Studie deutlich, dass die Mehrheit der Marketingverantwortlichen in Deutschland diese Herausforderungen mehr als Chance denn als Risiko sieht, betont Michael Beilfuß, Verlagsleiter bei IDG Business Media. Der Technikphilosoph Gunter Dueck warnt im Interview mit acquisa jedoch vor erzwungenen Innovationsversuchen. Seiner Meinung nach sind die Ergebnisse dann meist nur Durchschnitt.

Die Studie wurde von IDG Business Media in Zusammenarbeit mit Questback, einem Anbieter für Enterprise-Feedback-Management-Lösungen, durchgeführt. Befragt wurden 339 CMOs, Marketingvorstände, Marketingleiter oder Leiter von Marketing-Fachbereichen deutscher Unternehmen.

Schlagworte zum Thema:  Marketing, Big Data, Database, CRM, Mediennutzung

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