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Markenführung meist nicht im Top-Management verankert

BMW macht in Sachen Markenführung vieles richtig.
Bild: BMW AG, München

Die Diagnose gilt für Konzerne wie Mittelständler gleichermaßen: Das Thema Markenführung ist (zu) selten ganz oben in den Unternehmen aufgehängt.

Die Agentur Strichpunkt hat in ihrer Studie "Marke & Management" erstmals untersucht, auf welchen Managementebenen die Markenführung in deutschen Großunternehmen und im Mittelstand angesiedelt ist und analysiert, welchen Einfluss sie unter anderem auf den Markenwert hat.

Demnach verfügen 64 Prozent der in DAX 30, MDAX, TecDAX und SDAX gelisteten Unternehmen weder über einen Marketing-/Werbevorstand noch über einen Markenvorstand. Beides gleichzeitig besitzen von den DAX-gelisteten Unternehmen nur BMW und Volkswagen. Besonders schlecht sieht es in Sachen Markenführung bei den TecDAX- sowie den SDAX-Unternehmen aus. Auch im Mittelstand ist Markenführung in knapp zwei Drittel der Unternehmen keine Aufgabe des Top-Managements.

Darüber hinaus hat Strichpunkt einen Abgleich mit den Best German Brands 2014 (laut Interbrand) durchgeführt. Ergebnis: Die Hälfte der in diesem Ranking vertretenen Marken werden durch einen Marken- und/oder Marketing-/Werbevorstand geführt. Und die vier deutschen DAX-30-Unternehmen mit ausgewiesenen Markenvorständen (nämlich Adidas, Beiersdorf, BMW und Volkswagen) schneiden überdurchschnittlich gut ab: Mit ihren Marken wie VW und Nivea stellen sie ein Drittel der 20 wertvollsten deutschen Marken und kommen insgesamt auf vier Platzierungen in den Top 10.

Die ganze Studie finden Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Marketing, Marke, Markenführung

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