16.10.2012 | Markenstudie

Ost-Marken verlieren an Bekanntheit

Die Bekanntheit von Marken wie Radeberger oder Hasseröder schlägt sich nicht in entsprechenden Käufen nieder.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Bekanntheit von Ost-Marken nimmt seit 2010 kontinuierlich ab. So lautet das Fazit einer Studie der MDR Werbung und dem Institut für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung. Nur Rotkäppchen und Spee können sich bislang behaupten.

Die Sektmarke Rotkäppchen und das Waschmittel Spee sind demnach die einzigen beiden Ostmarken, die auch im Westen bekannt sind und die es in diesem ebenso wie in den vergangenen Jahren unter die Top Ten der bekannten Marken schaffen konnten. Die Bekanntheit von Produkten wie Vita Cola, Wilthener Goldkrone oder Doppelkorn stagniert immerhin, während andere wie Thüringer Waldquell, Zetti, Born-Senf oder Domal langsam aus dem Bewusstsein der Verbraucher verschwinden.

Laut Studienautoren hätten es viele Marken in den letzten Jahren versäumt, ihre heimatlichen Märkte zu verteidigen und nicht auf die Überalterung ihrer Zielgruppen reagiert. Als Konsequenz seien Marken wie Rügenfisch oder Eberswalder Würstchen nur bei den über 50-Jährigen noch bekannt. Hinzu kommt ein massives Imageproblem. Auch wenn Ost-Produkte im Westen bekannt sind, werden sie dort nicht unbedingt auch gekauft. Dies wird deutlich an den Beispielen der Biermarken Radeberger und Hasseröder, die 80 Prozent der Westdeutschen zwar kennen, aber nur von jedem Zwölften auch getrunken werden. Dies liege, so die Ansicht der Studienmacher, nicht an der Qualität. Vielmehr nutzten sich Vorteile wie „regionale Verwurzelung“ und „günstiger Preis“ langsam aber sicher ab. Im Osten haben heimische Produkte bislang ein deutlich besseres Image als im Westen. Hier gelten sie als „sympathisch“, „ehrlich“ und „glaubwürdig“.

Schlagworte zum Thema:  Markenführung, Handel, Marketing

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