04.12.2012 | Trend

Die Zukunft der Markenführung steht im Zeichen von Verantwortung und Einfachheit

Wenn der Alltag immer technischer wird, wollen Verbraucher Einfachheit.
Bild: Haufe Online Redaktion

Zwischen Crowdfunding, Augmented Reality, Social TV & Co. verlieren Marketer leicht den Überblick darüber, worauf es bei der Markenführung tatsächlich ankommt. Die Agentur Brandoffice hat die wichtigsten Trends ausgemacht und zusammengefasst.

Egal wie viele Möglichkeiten und Kanäle Unternehmen bei der Markenführung offen stehen: Sie sollten auf die Stärke ihrer Marken vertrauen. Zu diesem Fazit kommt Andreas Heim, Geschäftsführer Strategie von Brandoffice. Darüber hinaus sollten folgende Trends 2013 im Auge behalten werden: Brand Responsibility, Brand Simplification sowie Brand Empowerment.

Immer lauter und zahlreicher werden die Stimmen, die von Unternehmen und Konsumenten mehr Verantwortungsbewusstsein verlangen. Mit Social Media und Crowdfunding stehen Verbrauchern Wege offen, sich an Produktentwicklungen zu beteiligen – und sie nehmen ihre Einflussmöglichkeiten auch wahr, bestätigt Heim. Für Marken bedeutet diese Entwicklung, die sich Brand Responsibility nennt: Sie müssen beweisen, dass sie verantwortlich produzieren und das Leben bereichern. Nur wer Markenführung als ganzheitliche Profilierungsarbeit verstehe, so Heim, gewinne den Kampf um das Vertrauen dieser kritischen Kunden. Markenführung werde dadurch auch in Deutschland immer mehr zu einer bereichsübergreifenden Chefsache.

Amazon und Google machen es vor

Wo der Alltag immer technischer wird, verlangen Verbraucher nach Einfachheit (Brand Simplification). Diesem Wunsch würden Unternehmen wie Amazon oder Google beispielsweise mit einem schlichten Webdesign entsprechen, sagt Heiko Dertinger, Geschäftsführer Design bei Brandoffice. Ebay und Microsoft haben ihre Logos in diesem Jahr ebenfalls entsprechend überarbeitet. Komplex aufgebaute Logos mit aufwendigen Schatten, Spiegelungen oder Chromeffekten seien Schnee von gestern. 2013 gehe es nun um die digitalen Kanäle, allen voran mobile Endgeräte mit einer neuen Übersichtlichkeit, minimalistischem Design und einer klaren Nutzerführung. Dertinger ist überzeugt, dass nur jene Marken, die es verstehen, diese neue Einfachheit über alle Produkteigenschaften und Markenwerte hinweg zu verwirklichen, erfolgreich sein werden.

Verbraucher sehen sich mit immer mehr virtuellen Informationen konfrontiert, resümiert Lucas von Gwinner, Geschäftsführer von Digitaloffice, einem Schwesterunternehmen von Brandoffice. Wo früher CDs, DVDs, Magazine oder Bücher waren, nehmen digitale Angebote ihre Stelle ein. Marken würden in diesem Szenario immer wichtiger und böten Konsumenten Orientierung, so von Gwinner. Allerdings müssten sie es schaffen, ihr Thema nicht nur auf einem, sondern über alle Kanäle hinweg konsequent erlebbar zu machen.

Schlagworte zum Thema:  Markenführung, Marketing

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