16.12.2015 | Marke

"Made in Germany" bleibt gefragt

Der VW-Skandal kann dem Image deutscher Produkte nicht viel anhaben.
Bild: Haufe Online Redaktion

Welchen Schaden hat der VW-Skandal dem Gütesiegel "Made in Germany" zugefügt? Antworten auf diese Frage liefert eine Studie von Globeone. Sie zeigt auch, welche Attribute deutschen Produkten zugeschrieben werden - und welche eher nicht.

Nur 27 Prozent der Deutschen ordnen VW demnach aktuell ein positives Image zu.  Dennoch würden 67 Prozent der Teilnehmer sich immer noch für den Kauf eines deutschen Autos entscheiden. Drei Viertel der Befragten sehen Deutschland zudem immer noch als Automobilnation Nummer eins. Weit abgeschlagen folgen Japan (49 Prozent) und die USA (45 Prozent).

Insgesamt liegen deutsche Erzeugnisse in der Welt weiterhin auf einem Spitzenniveau. Denn 87 Prozent der befragten Chinesen, 73 Prozent der US-Amerikaner und 75 Prozent der deutschen Bürger haben eine "sehr positive" oder "positive" Einstellung zu deutschen Produkten und Dienstleistungen. Viele Marken werden allerdings noch nicht ausreichend als aus Deutschland kommend erkannt, wie beispielsweise Smart (zwischen neun und 26 Prozent), Allianz (22 bis 23 Prozent), SAP (neun bis 12 Prozent) oder Continental (sechs bis 37 Prozent).

Welche Eigenschaften "Made in Germany" zugeschrieben werden

In den letzten zwölf Monaten soll sich das Ansehen der deutschen Marken in den USA und China sogar verbessert haben. Zusätzlich zeigt die Analyse der Stärken-Schwächen-Profile, dass deutsche Marken sich über einen erheblichen Wettbewerbsvorsprung in den Kategorien "Exzellente Qualität", "Prestige" und "Vertrauenswürdigkeit" freuen können. Dagegen verfügt Deutschland im Hinblick auf "Innovation & High-Tech", "Guter Wert für's Geld" und Beitrag zum "Umwelt- und Klimaschutz" nur noch einen erheblich kleineren Vorsprung vor den Marken aus den USA und Japan. Chinesische Marken kämpfen weiterhin mit ihrem Imageproblem. Kaum merklich zeigen sie eine Verbesserung in den Dimensionen "Guter Wert für's Geld" und "Verbrauchernähe".

Die Globeone-Studie erfasst die Meinung von 1.500 Konsumenten in den USA, China und Deutschland.

Weiterlesen:

Verbraucher vertrauen auch in Zukunft auf „Made in Germany“

Autoindustrie und Finanzbranche sehen sich vorne

Schlagworte zum Thema:  Marketing, Markenführung, Marke

Aktuell

Meistgelesen