24.03.2016 | Report

Deutsche Firmen beim Location Based Marketing international führend

Mit Location Based Marketing lassen sich die Wege der Kunden im Laden genau nachvollziehen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Ein aktueller Report belegt: Beim Location Based Marketing (LBM) liegen deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich vorne. 84 Prozent nutzen ortsbasierte Dienste.

Der erste "Global Location Trend Report“ der Location Based Marketing Association (LBMA) zeigt, wie über 250 Vermarkter – darunter BMW, Coca-Cola und Starbucks – Menschen, Orte und Medien zu Werbezwecken miteinander verbinden. Durchgeführt wurde die Studie in den USA, Kanada, Großbritannien, Singapur und Deutschland.

Für alle ist Location Based Marketing demnach ein wichtiges Thema für 2016. 77 Prozent halten ortsbasierte Daten für wertvoll, jedoch sind nur 65 Prozent der Ansicht, dass diese derzeit genau erhoben werden können. Die befragten Unternehmen lassen sich davon jedoch nicht abschrecken und erhöhen ihre Ausgaben in diesem Bereich um durchschnittlich rund drei Prozent.

Im internationalen Vergleich ist Deutschland führend. 84 Prozent der Unternehmen nutzen bereits Location Based Marketing und dementsprechend viele investieren auch in ortsbasierte Dienste. Nur zehn Prozent stecken wenig bis gar kein Geld in LBM. In den anderen untersuchten Ländern liegt dieser Wert bei durchschnittlich 33 Prozent.

Carsten Szameitat ist Vorsitzender der LBMA DACH und hält ortsbasierte Daten deshalb für nützlich, weil sich damit die Effektivität verschiedener Kanäle wie Mobile, Out of Home, Radio oder Internet of Things (IoT) zuverlässig messen lassen. Als "Cookie in der physischen Welt“, würden es diese Daten ermöglichen, neue Dienstleistungen anzubieten – und zwar nicht nur im Marketing.

Location Based Marketing wird 2016 weiterentwickelt

Während die Nutzung aktuell noch darauf abzielt, mit Angeboten den Verkauf anzukurbeln, werden ortsbasierte Technologien 2016 weiterentwickelt: 66 Prozent der global agierenden Werber planen, die Technologie auch in anderen Bereichen zu nutzen. Kundendienst oder die öffentliche Sicherheit sind zwei der Möglichkeiten.

Man werde sich verstärkt mobiler Location-Technologie nutzen, um Schlüsselprobleme der Verbraucher in den Läden zu lösen, sagt Walmart Labs Director Brendan Wright. Als Beispiel nennt er die Check-in-Funktion, die mobile Location Services nutzt, um es Kunden zu erlauben, via Mobile einzuchecken und so Zeit zu sparen, wenn sie Online-Bestellungen im Laden abholen.

Alle Location-Technologien werden zweistellig wachsen, davon sind die Experten überzeugt. So planen 63 Prozent der Werber in diesem Jahr in Wifi zu investieren, 57 Prozent nehmen für GPS Geld in die Hand, 46 Prozent für NFC und 41 Prozent investieren in Beacons. 48 Prozent der Werber wollen soziale Apps nutzen, um Verbraucher in die Läden zu lotsen, Location Based Advertising und das Internet der Dinge folgen mit 43 beziehungsweise 36 Prozent.

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Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Mobile Marketing, Internet der Dinge, Kundenbindung, Handel

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