28.06.2012 | Kundendaten

Zahl der unzustellbaren Adressen steigt

Die beste Datenqualität haben Versicherungen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Schlechtes Zeugnis für deutsche Firmen: Sie kümmern sich zu wenig um ihre Kundendatenbanken. Der Studie „Kundendaten-Qualität 2012“ der Deutschen Post Direkt zufolge ist der Anteil der unzustellbaren Kundenadressen in den vergangenen zwei Jahren von 12,8 Prozent auf 13,9 Prozent gestiegen.

Lediglich drei von zehn Branchen schneiden bei der Adresspflege besser ab als noch vor zwei Jahren. Versicherungen, Banken und Automobilunternehmen haben sich demnach um die Steigerung der Adressqualität gekümmert. Untersucht wurden außerdem die Datenbanken im Einzel- und Versandhandel, der Konsumgüterindustrie, Automotive, dem Verlagsgewerbe, Touristik sowie der Gemeinnützige und Öffentliche Sektor. Dabei wissen die Meisten durchaus um die Bedeutung einer konstanten Pflege ihrer Kunden- und Interessentendaten. Diese sind nicht nur Voraussetzung für die Zustellbarkeit der Geschäftspost, sie entscheiden auch über den Erfolg einer Dialogmarketing-Kampagne.

Über die besten Kundendatenbanken verfügen der Studie zufolge mit 91,4 Prozent zustellbaren Kundenadressen Versicherungen. Auf Platz zwei folgen Banken, deren Post in 89,9 Prozent der Fälle ihren Empfänger erreicht. Den dritten Platz teilen sich der Versandhandel (ehemals Bester im Branchenvergleich) und der Öffentliche Sektor mit 87,3 Prozent. Erst dahinter folgt die Konsumgüterbranche mit 86 Prozent (2010: 90 Prozent). Das Schlusslicht bildet die Verlagsbranche, in der jeder fünfte Brief nicht zugestellt werden kann.

Wie wichtig eine regelmäßige Adresspflege ist, belegen folgende Daten: Allein im vergangenen Jahr änderten sich in Deutschland etwa 1.850 Ortsnamen, 45.000 Straßen wurden neu angelegt, aufgeteilt oder umbenannt. Acht Millionen Adressen veralten durch Umzüge, 840.000 durch Todesfälle. Hinzu kommen 370.000 Hochzeiten und 190.000 Scheidungen, die zu Namens- oder Adressänderungen führen.

Die Studie basiert auf Daten einer Stichprobe aus dem Jahr 2011 von Deutsche Post Direkt. Das Unternehmen weist darauf hin, dass sie zwar keinen Anspruch auf Repräsentativität erhebt, aber dennoch wichtige Einblicke in Aktualität und Qualität von Kundendaten verschiedener Branchen liefert.

Schlagworte zum Thema:  Direktmarketing, Database, Mailing, Adressmanagement

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