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Wie Bonusprogramme das Kaufverhalten beeinflussen

Mit Bonuskarte im Geldbeutel fällt der Einkauf schon mal üppiger aus als geplant.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Teilnahme an Bonusprogrammen verändert das Kaufverhalten. Einer repräsentativen Umfrage des Marktforschers Dr. Grieger & Cie. zufolge, sind sich die Konsumenten dessen auch durchaus bewusst; sie kaufen gezielt dort ein, wo Rabatte winken und kaufen mehr als nötig.

Mehr als 2.000 Verbraucher haben an der Studie zu Bonus- und Vorteilsprogrammen teilgenommen. Untersucht wurden dabei 45 verschiedene Programme hinsichtlich Erfolgsfaktoren, Bekanntheit, Nutzung sowie Erfahrungen. Demnach nimmt jeder Deutsche durchschnittlich an 4,3 Bonusprogrammen teil, hauptsächlich um Geld zu sparen. Ob sich die Teilnahme überhaupt lohnt oder das Sammelziel eventuell zu hoch ist, um erreicht zu werden, wird dabei im Vorfeld genau überprüft. Lohnt sich die Aktion nicht, nehmen Verbraucher Abstand.

Um Vorteile nutzen zu können oder Rabatte zu erhalten, ändern Verbraucher ihr Kaufverhalten willentlich und bewusst. So kaufen 38 Prozent häufiger in einem Geschäft ein, das sie mit Bonuspunkten belohnt; 18 Prozent nehmen dafür sogar einen Umweg zum entsprechenden Ladengeschäft in Kauf.

Händlerübergreifende Programme bevorzugt

Bei derzeit 45 verschiedenen angebotenen Programmen, sind die Unterschiede bei Bekanntheit, Nutzung und Image erheblich. Das bekannteste Programm, Payback, das von vielen Filialisten angeboten wird, ist dabei besonders erfolgreich. 92 Prozent kennen das Bonusprogramm, 58 Prozent nutzen es und 79 Prozent würden es an Freunde und Bekannte weiterempfehlen. Bei der Deutschland Card liegen die Werte mit 69 Prozent (Bekanntheit), 25 Prozent (Teilnahme) und 61 Prozent (Empfehlungsrate) deutlich darunter. Verbraucher bevorzugen händlerübergreifende Programme gegenüber den Bonussystemen einzelner Händler. Gleichwohl gibt es Programme, wie die Tchibo Privatcard, die bei Kunden ankommen und gerne genutzt werden.

Haufe Online Redaktion

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