Was haben die sich nur dabei gedacht? Zu viel Werbung geht an den Kundenbedürfnissen vorbei. Bild: Veer Inc.

Grundsätzlich ist die Mehrheit der Kunden für eine persönliche Ansprache durch Werbung offen. Doch die gelingt den Firmen nicht immer. Welche Fehler in der Kundenansprache besonders gravierend sind.

Der häufigste von Unternehmen gemachte Fehler in der persönlichen Kundenansprache ist unpassende Werbung, die nichts mit der Lebenswelt der angesprochenen Personen zu tun hat. Solche Werbung haben mehr als 60 Prozent der Verbraucher bereits erhalten. Dies ist ein Ergebnis einer Uniserv-Umfrage.

Mehr als die Hälfte hat bereits Werbematerialien doppelt bekommen (57 Prozent) oder ist in Werbebotschaften schon einmal mit der falschen Anrede angesprochen worden (56 Prozent). Angebote für Produkte, die sie bereits gekauft hatten, haben 42 Prozent der Befragten schon einmal erhalten.

Das Problem - neben dem verschwendeten Marketingbudget: Nur 16 Prozent der Befragten gaben an, dass sie eine unpassende Kundenansprache nicht stört. Ihr Vertrauen in das Unternehmen sahen 28 Prozent durch eine unpassende Ansprache beschädigt. 44 Prozent haben deshalb schon mal einen E-Mail-Newsletter abbestellt.

Persönliche Kundenansprache: Mehrheit ist offen, ein Drittel lehnt ab

Dabei stößt personalisierte Werbung grundsätzlich durchaus auf Akzeptanz: 50 Prozent der befragten Verbraucher finden Angebote, die auf ihre Interessen zugeschnitten sind, wichtig. Jeder Fünfte kauft öfter, wenn die Angebote zu seinen Interessen passen. Weitere 30 Prozent geben an, dass sie personalisierte Werbung wünschen, auch wenn sie dadurch nicht mehr kaufen.

Ein Drittel möchte die eigenen Daten jedoch nicht für Werbezwecke ausgewertet wissen.

Die Umfrage wurde von Toluna durchgeführt. Im November 2016 wurden mehr als 1.000 Verbraucher in Deutschland online befragt.

Schlagworte zum Thema:  Marketing, Dialogmarketing, Direktmarketing, Mailing

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