03.06.2016 | Interview mit Michael Meeske

"Social Media ein zentraler Baustein"

"Die Vereine werden Medienhäuser, die eigene Inhalte produzieren und distribuieren."
Bild: 1. FC Nürnberg

Fußballvereine werden immer mehr zu Medienhäusern, die eigene Inhalte produzieren und distribuieren. Wie andere Marken auch. Treiber sind die Social Media. Wir haben uns mit Michael Meeske, Kaufmännischer Vorstand des 1. FC Nürnberg, über die Kommunikation des "Club" unterhalten.

Herr Meeske, was macht die Marke 1. FC Nürnberg aus?

Der Club ist vor allem familiär, bodenständig, leidenschaftlich und innovativ. Und er hat Comeback-Qualitäten gezeigt.

In welchen Bereichen ist der Club besonders innovativ?

Der Club ist zum Beispiel Pilot-Partner von SAP für die Software SAP Sports One. Und wir haben ein State-of-the-Art-Leistungszentrum und bringen viele Nachwuchsspieler hervor.

Sie haben die Comeback-Qualitäten schon angesprochen: Der Club hat in seiner Geschichte viele Höhen und Tiefen erlebt. Wie gehen Sie mit diesem Erbe in der Kommunikation um?

Da gibt es kein Idealrezept. Und man muss dafür ja erst mal weg vom Fenster gewesen sein. Da hat man dann auf jeden Fall eine kommunikative Herausforderung. Man muss einfach lernen, damit umzugehen. Grundsätzlich darf man sich nicht aus dem Konzept bringen lassen. Gleichzeitig muss man jederzeit bereit sein, das Konzept veränderten Bedingungen anzupassen.

Was bedeutet es für eine Marke, wenn sich die Markenwahrnehmung jede Woche durch ein Spielergebnis ändern kann? Wie geht man damit um?

Wir müssen versuchen, uns auf die Dinge zu konzentrieren, die wir wirklich gestalten können. Wir müssen die Rahmenbedingungen setzen für das Sportliche. Aber machen wir uns nichts vor: Wenn wir jetzt nach der Stimmung fragen, wird sie schlechter sein als sie bei einem Aufstieg gewesen wäre. Das betrifft dann auch alle Bereiche: Das Ticketing, das Essen im Stadion et cetera. Das Kernangebot ist nun mal erfolgreicher Fußball, das prägt die emotionale Gesamtwahrnehmung. Wenn der Verein das erfüllt, dann ist alles andere nicht mehr ganz so wichtig. Aber das ist überall im Fußball so.

Schlagworte zum Thema:  Marketing, Markenführung, Marke, Social Media, Content Marketing

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