27.03.2014 | Top-Thema Interview mit Michael Freter

"Die Politik macht uns das Leben schwer"

Kapitel
"Wir haben eine Vielzahl an Aktivitäten und Initiativen gestartet."
Bild: PSI

Für das PSI-Netzwerk steht vor allem Gattungsmarketing im Fokus. Dort sieht der Verbund vor allem Handlungsbedarf hinsichtlich der steuerlichen Absetzbarkeit Werbeartikeln.

acquisa: Was sind die Herausforderungen für Ihren Verband?

Freter: Die PSI als europäische Leitmesse und das PSI als internationales Netzwerk, in dem über 6.000 Werbeartikellieferanten und -händler organisiert sind, ist ein Verbund – kein Verband. Aber – und damit zu Ihrer Frage – wir arbeiten sehr eng mit den jeweiligen nationalen und internationalen Verbänden zusammen, wenn es um das sogenannte Gattungsmarketing geht. Und dazu zählen vor allem vier Punkte: Erstens die Erhebung valider Kennzahlen zur Marktentwicklung, zweitens die Durchführung von Wirkungsstudien, wie sie beispielsweise vom Gesamtverband der deutschen Werbeartikelwirtschaft zur PSI vorgelegt wurden, drittens die Verpflichtung auf soziale und ökologische Standards in Produktion und Vertrieb von Werbeartikeln und viertens die Vertretung von Interessen gegenüber der Politik, die uns traditionell das Leben schwer macht - Stichwort: steuerliche Absetzbarkeit von Werbeartikeln.

acquisa: Egal, ob aus dem Baltikum, aus Skandinavien, West- und Osteuropa oder aus Übersee: Mehr als die Hälfte der PSI-Besucher kamen erneut aus dem Ausland, jeder zehnte davon aus Übersee. Wie bewerten Sie das?

Freter: Ganz entscheidend sind meines Erachtens zwei Faktoren: die Erholung der Märkte als äußerer Faktor und die Vielzahl der Aktivitäten und Initiativen, die wir als PSI gestartet haben, um die Messe in ihrer Funktion als internationales Neuheiten- und Premieren-Schaufenster zu stärken. Beides begründet den diesjährigen Erfolg, der ganz im Interesse der Branche lag.

acquisa: Bemerkenswert war ja durchaus, dass mit jeweils einem Drittel der Anteil der internationalen Besucher, die erstmals oder nach einer Messe-Pause wieder zur PSI nach Düsseldorf kamen.

Freter: Muntermacher statt Messemüdigkeit, Geschäftslust statt Konjunkturfrust: Mit der neuen Kampagne und den Initiativen, die wir aufgelegt haben, ist es uns gelungen, Werbeartikel als erfrischende Lifestyle-Produkte in Szene zu setzen. Und mit der Aktion "PSI FIRST", bei der sich 50 ausgewählte Aussteller verpflichteten, Weltneuheiten zur PSI zu bringen, konnten wir echtes Premierenfieber entfachen. Das hatte Wirkung.

Schlagworte zum Thema:  Marketing, Werbeartikel

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