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So könnte das Couponing der Zukunft aussehen

Das Smartphone wird beim Shopping wichtiger. Es wird auch das Couponing verändern.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Geht man davon aus, dass sich im Handel künftig vieles um das Smartphone drehen wird, muss sich auch das Couponing verändern. Der Location-Based-Service-Anbieter Gettings hat dazu einige spannende Thesen aufgestellt.

1. Coupons werden intelligent und finden ihren Nutzer

Die Zeit, per Gießkannenprinzip Gutscheine zu verteilen, ist vorbei, denn Nutzer wollen Angebote, die auf sie maßgeschneidert sind. Der Coupon von morgen weiß deshalb, zu wem er passt und wie und wo er sich präsentieren muss, um Kunden einen starken Kaufimpuls zu geben. Ein Beispiel: Die Kampagne eines Parfümherstellers möchte möglichst alle Frauen in der Nähe von einer bestimmten Parfümerie-Kette erreichen, die einen leichten Frühlingsduft bevorzugen. Der Coupon bietet sich entsprechend der Zielgruppe auf Social-Media-Plattformen und per E-Mail an und berücksichtigt auch das Filialnetz der entsprechenden Parfümerie. Manche Frauen lassen sich mit einem klaren Preisvorteil überzeugen, andere bevorzugen eine spielerische Ansprache per Smartphone. Durch ein Rätsel können sie zum Beispiel einen noch höheren Preisvorteil erspielen – individuell abgestimmt.

2. Dynamic Coupon Targeting

In Zukunft wissen Coupons, wie weit der Kunde vom PoS als Ort der Einlösung entfernt ist. Aufgrund von mathematischen Modellen können individuell auf die Distanz zum Angebot passende Rabatte ausgespielt werden. Erste Studien konnten bereits belegen, dass das Wissen der Konsumenten um die Distanz zum PoS einen signifikanten Einfluss auf den Kaufentscheidungsprozess hat. So ist es in Zukunft vorstellbar, dass Kunden, die weiter vom PoS entfernt sind, einen höheren Discount angeboten bekommen. Weiter entfernte Kunden werden so zusätzlich motiviert, zum PoS zu kommen. Dies führt zu einem erhöhten Kundenaufkommen im Geschäft und einem höheren Abverkauf. Somit erhält jeder User den für sich passenden Rabatt – abgestimmt auf seine Distanz zum Angebot. Angereichert werden kann das Dynamic Targeting um Wetterdaten, den Wochentag oder auch die Uhrzeit des Coupon-Abrufs. Dies ist in dieser Form nur mittels mobiler LBS-Coupons umsetzbar.

3. Coupons führen im stationären Handel zum Produkt

Intelligente Coupons und Smartphones können Kunden in ein Ladengeschäft führen. Und Technologien wie Smart Bluetooth, NFC und Ibeacon werden in wenigen Jahren den Kunden direkt zum Produkt begleiten können. Einmal dort angekommen, lässt sich der digitale Coupon gleich am Traumschuh oder dem neuen Gadget einlösen und auch die Bezahlung könnte komplett selbständig geschehen. Das Verkaufspersonal beantwortet gegebenenfalls letzte Fragen. Mit den neuen Technologien lässt sich auch eine Routenführung im Laden mit dem Ziel organisieren, auf verschiedene Angebote hinzuweisen oder ein interaktives Coupon-Spiel umzusetzen.

4. Smartphones suchen aktiv nach passenden Angeboten

Schon heute bieten Dienstleister sogenannte Location Based Services (LBS) an. Je nach Aufenthaltsort empfiehlt eine App beispielsweise Angebote in nahegelegenen Ladengeschäften. 95 Prozent der Smartphone-Besitzer wollen LBS im nächsten Jahr genauso oft oder häufiger verwenden. In Zukunft werden Smartphones jedoch noch besser wissen, was ihre Besitzer wollen, damit sie Zeit und Geld sparen oder einfach mehr Spaß beim Shopping haben. Das Smartphone kennt dann das Verhalten, die Gewohnheiten und Wünsche des Besitzers und sucht auf Grundlage dieser Informationen nach lokalen Angeboten und Aktionen – in Echtzeit. Dass Bonusprogramme das Kaufverhalten beeinflussen, belegte jüngst erneut eine Studie.

Schlagworte zum Thema:  Direktmarketing, Kundenbindung, Mobile Marketing, Handel

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