05.11.2015 | Handel

So kaufen die Deutschen ihre Geschenke

Bald weniger Gedränge in den Innenstädten?
Bild: Gerhard Giebener/pixelio.de ⁄

Das für den Handel so wichtige Weihnachtsgeschäft wirft wieder seinen Schatten voraus. Adobe hat untersucht, wann wer wo wie viel ausgeben wird.

Knapp ein Viertel der Deutschen begann in diesem Jahr bereits vor dem 1. November mit dem Einkauf von Präsenten für den Gabentisch. Und das immer stärker auch online: Rund 60 Prozent des deutschen Weihnachtsgeschäfts wird in diesem Jahr über digitale Kanäle umgesetzt – so viel wie nirgendwo sonst in Europa (Frankreich: 53 Prozent, Großbritannien: 57 Prozent). Das zeigt der "Adobe Digital Index (ADI) 2015 Holiday Shopping Prediction Report".

Mit einem prognostizierten Umsatz von 21,7 Milliarden Euro belegt Deutschland demnach Rang 2 im europäischen E-Weihnachtsgeschäft – nur in Großbritannien wird zu Weihnachten noch mehr umgesetzt (24,4 Milliarden Euro). Insgesamt macht die Weihnachtssaison 2015 damit über 20 Prozent des jährlichen Umsatzvolumens im deutschen E-Commerce aus.

Der wichtigste Tag für den Handel

Seinen absoluten Höhepunkt soll das deutsche Online-Weihnachtsgeschäft wieder Anfang Dezember erreichen, nämlich am 7. des Monats: Mit prognostizierten 503 Millionen Euro wird an diesem Montag so viel umgesetzt wie an keinem anderen Tag der Saison. Kurz nach Nikolaus gibt jeder Deutsche durchschnittlich 7,20 Euro im Internet aus. Das ist immerhin 1,7 Mal mehr als an jedem anderen Tag in der Weihnachtssaison –die europäischen Spitzenwerte der Schweiz (17,51 Euro pro Person) und Großbritannien (11,15 Euro pro Person) erreicht Deutschland jedoch nicht. Der mobile Anteil an allen Online-Transaktionen wächst in Deutschland zur Weihnachtszeit auf rund 17 Prozent. Smartphones machen dabei acht Prozent, Tablets neun Prozent aus.

Für 40 Prozent der Deutschen zählt der beste Preis zu den Hauptmotivationen, ihre Weihnachtsgeschenke bevorzugt online einzukaufen (F: 54 Prozent, GB: 67 Prozent). Neben dem stressfreien Einkauf ohne Gedrängel und überfüllte Straßen (D: 35 Prozent, F: 24 Prozent, GB: 12 Prozent) ist es in diesem Jahr jedoch vor allem die Produktvielfalt der Webshops, die deutsche Konsumenten zum Online-Shopping in der Weihnachtszeit bewegen (D: 59 Prozent, F: 54 Prozent, GB: 35 Prozent). Einen weiteren großen Vorteil sehen die Deutschen in der wachsenden Effizienz der Shopping-Angebote im Internet: Knapp jeder Dritte ist davon überzeugt, in 2015 weniger Zeit für die Online-Geschenkejagd zu benötigen als noch im vergangenen Jahr (F: 23 Prozent, GB: 24 Prozent). 22 Prozent sind generell der Meinung, dass sich die Effizienz ihres Online-Einkaufs in den letzten Jahren weiter gesteigert hat (F: 24 Prozent, GB: 27 Prozent).

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Schlagworte zum Thema:  Handel, E-Commerce, Versandhandel, Mobile Commerce, Multichannel

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