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Fünf gute Gründe für (mehr) E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing ist ziemlich günstig.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die E-Mail als Marketinginstrument ist nicht so hip wie Google, Facebook oder Instagram. Warum der Kanal E-Mail-Marketing dennoch funktioniert, erläutert Florian Werner, CEO des Retargeting-Tools Remintrex.

1. Totgesagte leben länger: Die harten Fakten überzeugen

Auch wenn sie im Marketing lange nur unzureichend genutzt wurde, ist die E-Mail in puncto Nutzerzahlen weiterhin unschlagbar. Egal ob Facebook, Amazon oder App-Shop: Für beinahe jede Online-Anmeldung benötigt man eine E-Mail-Adresse. Weltweit gibt es über vier Milliarden E-Mail-Accounts und auch der Traffic, den E-Mails erzeugen, ist immens.

2. Perfekte Einblicke in Customer Journey: Personalisierung war nie so einfach

Durch Cookies, Geotargeting & Co. war die Customer Journey noch nie so gut nachzuvollziehen wie heute. Gleichzeitig erlauben Produktdatenfeed und externe Recommendation-Engines mit wenig Aufwand qualitative Mailings mit Service-Charakter zu erstellen. Durch die Kombination der Daten aus der Customer Journey mit den gesammelten Informationen über einzelne Kunden, lassen sich auf diese Weise immer genau zur richtigen Zeit wirklich relevante Botschaften versenden und begleiten Kunden in ihrem Posteingang durch den Tag. Wie ein aktueller Vergleich von Remintrex zeigt, werden personalisierte Retargeting-Nachrichten, die sich auf die konkreten Interessen der Empfänger beziehen, anders als anonyme Massenmails, sehr positiv wahrgenommen: Im E-Commerce profitieren Anbieter von einer Versiebenfachung der Öffnungsrate (von drei auf 26 Prozent) sowie einer Click Through Rate von 4,9 Prozent im Vergleich zur durchschnittlichen CTR von nur 0,7 Prozent bei klassischen Massenmails.

3. Always-On: E-Mails als geräteunabhängiger Begleiter

Auch das Nutzungsverhalten kommt der E-Mail im Marketing-Mix entgegen. In der Generation Always-On hat sich der Kanal zum ständigen Begleiter der Konsumenten entwickelt. Während im Bereich Social Media ständig neue Apps und Services auf den Markt drängen, bleibt die E-Mail eine Konstante: 45 Prozent der E-Mail-Öffnungen geschehen mittlerweile auf einem mobilen Gerät. Egal, ob am Desktop-Rechner, Smartphone, Tablet oder per Smartwatch, die E-Mail begleitet Nutzer so geräteunabhängig durch ihren gesamten Tag. Gleichzeitig haben die gespeicherten Mails eine lange Lebensdauer. Während Social Media Posts nur kurzfristig im Stream der Nutzer erscheinen, bleiben Mail-Botschaften im Posteingang erhalten und laden die Empfänger ein, nachträglich erneut durch Angebote zu stöbern.

4. Unschlagbarer ROI: E-Mail noch immer günstig und effektiv

In Bezug auf den Customer-Life-Cycle und die Customer Journey bleibt die E-Mail das beste Tool, um Konsumenten mit individuellen Botschaften gezielt und genau zum richtigen Zeitpunkt anzusprechen und zu überzeugen. Im Retargeting lassen sich die Inhalte, Versandpläne und -zeiten individuell gestalten und beziehen sich immer auf das konkrete Surfverhalten, also zum Beispiel angesehene Seiten, Produkte oder abgebrochene Warenkörbe, des Empfängers. Über Produktfeeds können so einfach und automatisiert Erinnerungen, Angebote oder individuelle Gutscheine versendet werden, die zum Kauf animieren. Da Retargeting-Kampagnen in Deutschland oftmals als Performance-Modell angeboten werden, sind sie besonders effizient und verursachen nur Kosten, wenn die Ansprache erfolgreich ist.

5. Unterschätztes Potenzial: Perfektes Tool zur Neukundenansprache

Während der E-Mail-Kanal zur Kundebindung bereits eines der beliebtesten Mittel ist, wird das Potenzial zur Neukundenakquise von Marketern bisher weitestgehend unterschätzt. Kein Wunder, beziehen sich noch immer die meisten Kampagnen auf bereits bekannte Besucher einer Website. Allerdings betrifft das nur drei Prozent der Webseiten-Besucher, die restlichen 97 Prozent bleiben für Advertiser unbekannt, da sie sich weder registrieren noch einen Kauf tätigen. E-Mail Retargeting setzt hier an und macht auch bisher unerreichbare Besucher ansprechbar. Auf diese Weise lassen sich bis zu 20 Prozent mehr potenzielle Neukunden mit personalisierten Botschaften erreichen. Möglich wird das durch die Zusammenarbeit mit Opt-in-Partnern, wie Marktplätzen, Publishern, Gewinnspiel- oder Freemail-Anbietern.

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Schlagworte zum Thema:  E-Mail-Marketing, Dialogmarketing, Marketing

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