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Entscheider glauben weiter an E-Mail-Marketing

Beim E-Mail-Marketing zeigen sich regionale Unterschiede.
Bild: Haufe Online Redaktion

Diverse Studien sehen das Ende der E-Mail nahe. Der E-Mail-Service-Provider Mailjet sieht das erwartungsgemäß anders und liefert eine Studie. Ergebnis: Die Mehrheit der Marketingverantwortlichen bescheinigt dem E-Mail-Marketing weiterhin großes Wachstumspotenzial.

Rund 300 Entscheider aus Frankreich, den Vereinigten Staaten und Deutschland hat Mailjet zur Zukunft des E-Mail-Marketings befragt. 80 Prozent sehen noch immer großes Wachstumspotenzial und sprechen der E-Mail auch in Zukunft eine entscheidende Rolle im Marketing-Mix zu.

Wichtig dabei: Nicht nach dem Gießkannen-Prinzip verfahren, sondern auf personalisierte Inhalte setzen. Für 60 Prozent der Befragten liegt hierin der entscheidende Erfolgsfaktor im E-Mail-Marketing. In Frankreich haben dies immerhin 20 Prozent der Marketer erkannt und arbeiten mit spezifischen Kontaktlisten, um Inhalte an die jeweilige Zielgruppe anzupassen. In Deutschland sind es erst zehn Prozent.

Regionale Unterscheide zeigen sich auch bei der Kontaktfrequenz: Während rund 40 Prozent der deutschen Unternehmen während der Einführungsphase neuer Produkte oder Werbung auf eine überdurchschnittlich hohe Versandfrequenz setzen, werden Kunden in den USA und Frankreich deutlich weniger häufig angesprochen.

Überrascht zeigen sich die Studienautoren über die tatsächliche Nutzung von Analyse- und Steuerungstools wie das klassische A/B Testing. 83 Prozent der Unternehmen weltweit nutzen sie für die gezielte Aussteuerung von E-Mails, 77 Prozent der deutschen Befragten setzen Testtools zum Justieren der Kampagnen ein. Die Experten von Mailjet hatten eine noch größere Nutzungshäufigkeit erwartet und sehen die Gründe in fehlenden Erfahrungen mit den Tools und der Unkenntnis der Möglichkeiten, die ihnen E-Mail-Service-Provider bieten.

Vor allem deutsche Marketer gehen nachlässig mit dem Problem Spam um. Zwar sorgen sich 71 Prozent, ihre Mails könnten nicht zugestellt werden, aber nur 36 Prozent sind mit aktuellen Richtlinien und Technologien vertraut, die dafür sorgen, dass E-Mails ihre Empfänger erreichen. Im Vergleich mit US-amerikanischen und französischen Unternehmen bildet Deutschland damit das Schlusslicht. 

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