12.11.2014 | Top-Thema E-Mail-Marketing: Schluss mit der Pseudo-Individualisierung

Gelungene Personalisierung gleich Umsatzplus

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Voraussetzung für One-to-One-E-Mail-Marketing ist die Zusammenführung von Steuerungs- und Contentdaten.
Bild: rabbit eMarketing GmbH

Um dieses hochpersonalisierte E-Mail-Marketing zu betreiben, haben Unternehmen im Wesentlichen zwei Optionen: Vollintegration der Datensysteme oder Einsatz von Tools, die helfen, Steuerungs- und Contentdaten zu verknüpfen, den Prozess zu automatisieren und hochindividualisierte Kundenkommunikation in Echtzeit zu betreiben. zukunftsträchtiger ist die zweite Variante.

Bei einer Vollintegration der Datensysteme liefert die Unternehmens-IT alle für den One-to-One-Dialog erforderlichen Daten an den E-Mail-Marketing-Anbieter. Dazu gehören die Trigger (E-Mail-Auslöser), Produkt- und Transaktionsdaten sowie Targeting-Informationen. Nachteile dieser Variante sind hoher Aufwand für die IT sowie doppelte Datenhaltung. Außerdem ist das Unternehmen abhängig vom Versandsystem und der Innovationsfähigkeit des Dienstleisters.

Je mehr Daten, desto langsamer das Shop-System

Insbesondere Online-Shops stehen schnell vor einem weiteren Problem: Je höher der Personalisierungsgrad, desto mehr Daten werden beim Shopsystem abgefragt. Die Folge: Der Shop wird langsamer und ist im schlimmsten Fall gar nicht mehr erreichbar. Oder bestimmte Abfragen werden vom System nicht beantwortet und Teile der personalisierten E-Mail bleiben leer. Um Negativeffekte zu vermeiden, drosseln viele Online-Händler die Menge der ausgehenden E-Mails schon im Vorfeld und damit auch die Chance auf mehr Umsatz.

Die zukunftsfähigere Lösung sind moderne Technologien, die helfen, Steuerungs- und Contentdaten zu verknüpfen, den Prozess zu automatisieren und hochindividualisierte Kundenkommunikation in Echtzeit zu betreiben. Und das ohne Performance-Verluste oder nennenswerten IT-Aufwand. Arbeiten dabei CRM-Spezialisten und E-Mail-Marketing-Profis zusammen, entsteht ein Kraftwerk, das die tatsächliche Power der Rohdaten für die Kommunikation freisetzt und den E-Mail-Kanal zum Conversionbooster anheizt.

Gelungene Personalisierung gleich Umsatzplus

Die Kunden honorieren persönliche Ansprache und individuellen Service. Durch personalisierte Mailings lassen sich Klickrate und Umsatz mehr als verdoppeln, wie eine von Certona veröffentlichte Analyse unter 500 Handelsunternehmen beweist. Das überzeugt sicher auch die restlichen Zweifler unter den CMOs von der Effizienz des E-Mail-Marketings.

E-Mail-Marketing ist der ideale Ausgangspunkt für echte umfassende One-to-One-Kommunikation. Wer hier die Weichen richtig stellt, schafft eine starke Basis für die individuelle User-Ansprache auch in anderen digitalen Kanälen. Auf Grundlage der gewonnenen Nutzerprofile lassen sich zum Beispiel ohne viel Aufwand personalisierte Banner auf Websites oder im Shop ausspielen. Schon bald wird es für die User selbstverständlich sein, dass sie egal, wann, wo und wie sie in Kontakt mit Unternehmen, Marken und Produkten treten, mit nützlichen und einzigartigen Inhalten bedient werden. Stellen wir uns darauf ein, dass die individuelle Kundenansprache unabhängig von Gerät oder Kanal keine Zukunftsversion, sondern nur noch eine Frage der Zeit ist. 

Autor:

Nikolaus von Graeve ist Geschäftsführer des E-Mail-Marketing-Dienstleisters Rabbit E-Marketing.

Schlagworte zum Thema:  E-Mail-Marketing, Content, CRM-Systeme, Big Data, Conversion, Individualisierung, Daten, E-Mail

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