Auch diese Studie belegt: Die E-Mail bleibt ein zentraler Dialogkanal. Bild: Haufe Online Redaktion

E-Mail-Marketing ist nach wie vor eine der effizientesten Werbeformen. Laut dem aktuellem Benchmark-Report von Cheetah Digital ist die Öffnungsrate in Deutschland erneut angestiegen. Im Branchenvergleich zeigt der Online-Versandhandel die beste Performance.

Die Akzeptanz von Unternehmens-E-Mails ist bei Verbrauchern unverändert hoch. Gegenüber dem Vorjahr ist die Öffnungsrate hierzulande erneut um 1,3 Prozent angestiegen und liegt nun bei 30,38 Prozent. Gleichzeitig ist allerdings die Klickrate im Jahresvergleich um 1,3 auf 4,4 Prozent gesunken.

Für den E-Mail-Marketing Benchmark Report von Cheetah Digital wurden mehr als 17 Milliarden E-Mails aus Kundenbindungskampagnen von mehr als 1.300 Unternehmen aus Deutschland, Frankreich und Spanien ausgewertet. Demnach bildet Deutschland sowohl bei der Öffnungs- als auch bei der Klickrate das Schlusslicht. Bei der Click-to-Open-Rate, die als Indikator für die Reaktionsbereitschaft der Empfänger gilt, schafft es Deutschland immerhin auf Platz zwei (12,94 Prozent).

Neue Kanäle können E-Mail nicht verdrängen

Grundsätzlich ist die E-Mail jedoch auch hierzulande für Unternehmen eine sichere Sache. Dass die E-Mail, wie manchmal attestiert, nicht mehr zeitgemäß ist, will auch Stéphane Baranzelli von Cheetah Digital nicht bestätigen. Trotz neuer Kanäle bleibe sie ein leistungsstarker Dialogkanal, um potenzielle Interessenten wirksam zu erreichen. Der Rückgang im Kundenengagement sei vor allem auf die veränderten Anforderungen auf Kundenseite zurückzuführen. Erwartet würden heute datenoptimierte und maßgeschneiderte E-Mail-Angebote, die auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden einzahlen. E-Mails mit einem klaren Kundenfokus würden auch in Zukunft maximal performen.

Ein Blick auf die Öffnungs- und Klickraten in Deutschland zeigt sich, dass sich vor allem der Online-Versandhandel (25,46 beziehungsweise 3,92 Prozent) überdurchschnittlich gut abschneidet. Die Tourismusbranche (17,97 bzw. 2,4 Prozent) hat hingegen am meisten mit einer unterdurchschnittlichen Performance zu kämpfen. Branchenübergreifend sind die Abmelderaten jedoch stabil geblieben (0,18 Prozent). Und auch die durchschnittliche Rückläuferquote ist in Deutschland weiter gesunken: Der erneute Rückgang an nicht zugestellten E-Mails um zehn Prozent auf 2,06 Prozent lässt auf die hohe Bedeutung schließen, die deutsche Marketing-Spezialisten dem Qualitätsmanagement ihrer Datenbanken inzwischen beimessen. Aufs vergangene Jahr gesehen wurde die größte Anzahl an E-Mail-Marketing-Kampagnen im Monat Dezember (14 Prozent) ausgespielt. Dabei ist eine von fünf E-Mails an einem Donnerstag (22 Prozent) verschickt worden.

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Schlagworte zum Thema:  Direktmarketing, Online-Marketing, Kundenbindung, E-Mail-Marketing

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