03.11.2015 | Marketing

E-Mail-Marketing: Kaum eine E-Mail ist rechtskonform

Nur sieben der 197 Unternehmen erfüllten alle sechs Kriterien der Rechtskonformität.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die E-Mail-Marketing-Aktivitäten von fast 200 Unternehmen hat Absolit Consulting analysiert. Das Ergebnis: Nur jede zwanzigste ist rechtskonform. Auch werblich machen Unternehmen noch immer Fehler.

Seit 31 Jahren gibt es nun die E-Mail. Und die E-Mail-Marketing-Kennzahlen entwickeln sich positiv. Doch noch immer haben Unternehmen so ihre Probleme mit diesen Medium. 50 Kriterien untersuchte die Studie "E-Mail-Marketing Benchmarks 2016", doch selbst die Besten erfüllten nur 80 Prozent der Anforderungen.

Nur sieben der 197 Unternehmen erfüllten alle sechs Kriterien der Rechtskonformität. Zehn Prozent versäumten es, den Inhaber einer E-Mail-Adresse zu verifizieren (Double Opt-in), nur ein Viertel hatte eine korrekte Anbieterkennzeichnung.

Zu den Top 10, die immerhin einiges richtig machen, gehören (nach Platzierung) Berge & Meer, Douglas, Tchibo, Airberlin und Saturn. Die Plätze sechs bis zehn belegen Karstadt, Holiday Check, Tuifly, Real und Mytoys.

Aber nicht nur rechtlich ist der Kenntnisstand der Unternehmen in Sachen E-Mail-Marketing lückenhaft. So ist bei vielen noch immer nicht angekommen, dass es sich bei den Besuchern ihrer Website um potenzielle Kunden und Interessenten handelt, die zumeist gerne ihre Kontaktdaten hinterlassen. Von den 197 untersuchten Firmen bieten nur 165 die Möglichkeit, Informationen zum Beispiel durch einen Newsletter anzufordern; 18 Prozent platzieren den Hinweis so versteckt, dass er kaum auffindbar ist.

Viele Fehler im E-Mail-Marketing

Aber selbst der Vorreiter in Sachen Leadgenerierung kommt nur auf 83 Prozent der zu erreichenden Punkte. Am besten schneidet noch der Handel ab, der im Schnitt 54 Prozent des Potenzials ausschöpft. Das Schlusslicht bilden B2B-Unternehmen mit 21 Prozent.

Auch beim Erstkontakt werden haufenweise Fehler gemacht: Bei knapp einem Viertel der Unternehmen haben Interessenten selbst nach zwei Monaten noch nichts vom Unternehmen gehört. Nur 30 Prozent bedanken sich bei potenziellen Kunden mit einer Begrüßungsmail.

Und auch das mobile Zeitalter wurde bislang verschlafen. Nur 46 Prozent der Mails sind auch auf kleinen Bildschirmen gut lesbar, bei 32 Prozent ist die Landingpage überhaupt nicht für Mobilgeräte optimiert. Immerhin: 39 Prozent der Unternehmen versenden E-Mails, die selbst auf der Apple-Watch gut lesbar sind.

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Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, E-Mail-Marketing, Dialogmarketing, Direktmarketing

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