| E-Mail-Marketing

Inbox-Placement-Raten sinken weiter

Relevanz anyone? Viele als Spam empfundene E-Mails hat der Kunde eigentlich selbst abonniert.
Bild: Haufe Online Redaktion

70 Prozent aller Spam-Beschwerden und 60 Prozent der Spamfallentreffer werden von E-Marketern verursacht. Und innerhalb eines Jahres sind die Inbox-Placement-Raten erneut um fünf Prozent gesunken. Diese Zahlen liefert der „E-Mail Intelligence Report“ von Return Path.

Die Analyse des Anbieters von E-Mail-Intelligence-Lösungen bestätigt ein weiteres Mal den generellen Trend stagnierender Zustellraten an den Posteingang. Die hohe Rate an Marketing-E-Mails, die in den Spamfallen landen, sollte als Warnung gelten, noch mehr auf die Aktualität der Verteilerlisten zu achten, empfiehlt George Bilbrey, President von Return Path. Möglicherweise hielten sie den Return on Investment schlichtweg für ausreichend, die Anzahl der Rückläufe auf eine breit gestreute Kampagne als unerheblich. Doch er warnt: Was zunächst wie eine Marginalie aussehe, können sich zu einem größeren Problem entwickeln, wenn Adressaten begännen die E-Mails einer Marke automatisch mit Spam zu assoziieren und sich dieser Eindruck irgendwann auch auf ihre Entscheidungen auswirke.

Angefordert und nicht mehr gewollt
Allerdings zeigt der Report auch, dass 70 Prozent der Spam-Beschwerden – wenn Nutzer die Schaltfläche „Diese E-Mail ist Spam“ anklicken – eigentlich Angebote und Nachrichten sind, die sie ursprünglich einmal selbst abonniert haben und nun nicht mehr möchten. Mit 29 Prozent sind die große Mehrheit der E-Mails in Posteingängen E-Newsletter, gefolgt von Antworten auf zuvor gesendete E-Mails mit 21 Prozent.

Viele angeforderte Informationen verlieren mit der Zeit ihren Nutzen. Dann empfänden viele Adressaten die Flut an Marketing-News als erdrückend, so Bilbrey. Viele E-Mail-Nutzer würden die Nachricht als Spam einstufen, anstatt den regulären Abmeldeprozess zu durchlaufen. Den Wechsel des Interesses eines Empfängers frühzeitig zu erkennen, sei deshalb entscheidend für den Erfolg des E-Mail-Marketings. Für Marketer bedeutet dies, dass sie ihre Engagement-Kennzahlen stets im Auge behalten müssen, um entsprechend eingreifen zu können.

Die Studie basiert auf Daten aus der E-Mail-Intelligence-Lösungssuite von Return Path, beobachtet wurden dazu mehr 315.000 Kampagnen hinsichtlich der Posteingangs- und Filterraten anhand der Inbox Monitor Seed-Liste sowie Daten aus einem Abonnement-Panel.

Schlagworte zum Thema:  E-Mail-Marketing, Database, Dialogmarketing

Aktuell

Meistgelesen