17.02.2017 | Marketing

Große Marken mit großen Defiziten beim E-Mail-Marketing

Bezüglich der Rechtssicherheit der E-Mails fanden die Studienautoren viele Mängel.
Bild: Corbis

Der bei Kunden beliebteste Kontaktkanal, die E-Mail, wird selbst von großen Marken vernachlässigt. Während 95 Prozent die Social Media intensiv und professionell nutzen, verschicken nur 87 Prozent einen Newsletter. Und dies einer Studie von Absolit zufolge oft mit Defiziten.

Diejenigen, die einen Newsletter verschicken, ließen viele Potenziale ungenutzt und verletzten in großem Maße Rechtsvorschriften, sagt Studienautor Torsten Schwarz. Nur drei der insgesamt 142 untersuchten Markenhersteller schaffen es demnach, zu 100 Prozent rechtssicher zu versenden. Tipps für rechtskonformes E-Mail-Marketing erhalten Sie hier.

Untersucht wurden die E-Mail-Marketing-Aktivitäten dieser Unternehmen anhand von mehr als 40 Einzelkriterien. Überraschendes Ergebnis: Nicht etwa Coca-Cola, BMW oder L’Oréal schneiden gut ab, sondern Teufel, Lensbest oder Medion.

Auffallend auch die Tatsache, dass immer mehr Markenhersteller unabhängig vom Handel agieren möchten und ihre Produkte im eigenen Onlineshop anbieten. Während Marken ohne Shop hauptsächlich durch interessanten Content glänzen, legen Monobrandshops ihr Augenmerk aus nachvollziehbaren Gründen verstärkt auf die Adressgewinnung. Fast 90 Prozent generierten auf ihrer Homepage aktiv neue Leads, bei den anderen waren es nur 64 Prozent. Ein Viertel macht es Interessenten sogar besonders schwer, sich für einen Newsletter anzumelden: Nur 30 Prozent haben die Anmeldung so im oberen Bereich platziert, dass sie sofort zu finden ist.

E-Mail-Marketing: Große Unterschiede

Die E-Mail, die in Studien mit den höchsten Öffnungs- und Klickraten glänzt - die Begrüßungsmail - wird nur von 30 Prozent der untersuchten Marken verschickt. Vergleicht man dann auch noch die Qualität der versendeten Mails, landen Markenhersteller noch hinter Dax- und B2B-Unternehmen.

Qualitative Unterschiede zeigen sich auch zwischen den Branchen: Elektronikhersteller und Kosmetikhersteller schlagen sich mit durchschnittlich 60 Prozent der Höchstpunktzahl noch vergleichsweise gut, Automobilmarken schneiden deutlich schlechter ab.

Besonders gravierend sind die Unterschiede auch bei der Mobiloptimierung. Zwischen den besten und schlechtesten liegen satte 30 Prozent. Und auch Markenhersteller schneiden unterschiedlich ab: Zwar sind 78 Prozent der versendeten Newsletter auf der Smartwatch lesbar, doch schaffen es nicht einmal 65 Prozent, ihre Landingpages, auf die man beim Klick eines Links im Newsletter gelangt, für mobile Endgeräte zu optimieren.

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Schlagworte zum Thema:  E-Mail-Marketing, Dialogmarketing, Direktmarketing, Marketing

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