09.03.2015 | E-Mail-Marketing

Marketer sprechen sich gegen Umstellung auf Opt-out-Verfahren aus

Die Mehrheit der Befragten setzt auf die doppelte Zustimmung.
Bild: Haufe Online Redaktion

Eine Umstellung des Double-Opt-in- auf ein Opt-out-Verfahren würde den Kanal E-Mail-Marketing beschädigen. Davon sind laut einer Umfrage von Artegic sechs von zehn Marketern überzeugt. Dennoch liefert die Befragung ein gespaltenes Bild. 

600 Marketer und Geschäftsführer hat der Technologiedienstleister Artegic im Rahmen der Studie über die aktuelle Diskussion befragt. 72,2 Prozent befürchten demnach, eine Umstellung des Double-Opt-in- auf ein Opt-out-Verfahren könnte sich negativ auf die Akzeptanz der E-Mail als Marketinginstrument auswirken. Ebenfalls drei Viertel sehen eine Umstellung als negativ für die Konsumenten. Insgesamt befürchten deshalb sechs von zehn Marketern eine nachhaltige Beschädigung des Mediums E-Mail.

Aufgrund seiner Rechtssicherheit und der Auswirkungen auf die Datenqualität, wollen Marketer am Double-opt-in-Verfahren, bei dem ein Empfänger seine Anmeldung per Klick in einer E-Mail bestätigt, festhalten. 92 Prozent sagen, dass sich dieses Verfahren positiv auf die Adressqualität auswirke. Aktuell nutzen 74,1 Prozent der Unternehmen diese Variante, während 17,3 auf Single-Opt-in setzen und 8,6 auf Opt-out, also der Anmeldung ohne explizite Zustimmung mit der Möglichkeit, sich auf Wunsch abzumelden.

Interessant: Obwohl die meisten Unternehmen eine Umstellung auf Opt-out als schädlich für das E-Mail-Marketing (60 Prozent) ansehen und 72,2 beziehungsweise 76,6 Prozent dies auch für die E-Mail an sich und die Konsumenten sehen, würden 25,9 Prozent das Opt-out-Verfahren gerne einsetzen, wenn die Rechtslage dies zuließe.

Die Studie belege, dass die Mehrheit der Marketer sich der Auswirkungen auf Aspekte wie etwa Datenqualität bewusst seien, kommentiert Stefan Mies, Senior Marketing Manager bei Artegic und Leiter E-Mail-Marketing-Fokusgruppe beim BVDW. Nichtsdestoweniger liefere das Ergebnis der Befragung ein gespaltenes Bild.

Weiterlesen:

Nachträgliches Opt-out-Verfahren für Werbeeinwilligung unzulässig

Jedes Opt-in muss dokumentiert sein

Unternehmen vernachlässigen Erfolgsmessung bei der E-Mail-Kommunikation

Schlagworte zum Thema:  Dialogmarketing, Online-Marketing, E-Mail-Marketing

Aktuell

Meistgelesen