16.03.2015 | Direktmarketing

5 Tipps für erfolgreiche Print-Aussendungen

Der gute alte Briefkasten wird als Kontaktkanal heute gerne vergessen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Im Zuge der Verlagerung von Aktivitäten und Budgets in Online-Kanäle, vergessen Marketer schnell die schöne alte Offline-Welt. Eigentlich schade, denn Werbebotschaften in heimischen Briefkästen können sich lohnen. Wann und wie, erklärt Florian Werner, CEO des Retargeting-Spezialisten Remintrex. 

Klassische Marketing-Aussendungen empfinden Verbraucher inzwischen als willkommene Alternative zu Online-Werbung – vorausgesetzt, sie ist gut gemacht. Hierauf kommt es an:

  • Paketbeilagen. Das Problem dabei: Die Coupons landen in irgendeinem Paket, werden weder dem Inhalt des Paketes angepasst, noch auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten. Streuverluste sind die Konsequenz, viele Coupons werden von den Empfängern ignoriert. Alle nötigen Daten liegen Advertisern vor, bei Bestandskunden geben Kaufhistorie  und Surfverhalten der Shopbesucher Aufschluss. Auf Basis angesehener Produkte können Kunden über Mailinglisten angesprochen werden. Mithilfe von Retargeting geht dies sogar bei potenziellen Neukunden, die noch nichts gekauft haben.
  • On- wie offline ist die Personalisierung wichtiges Gebot. Bei Printmailings kann dies so aussehen: Hat sich ein potenzieller Kunde beispielsweise ein bestimmtes Paar Schuhe im Internet angesehen, dann aber nicht gekauft, kann ein Bild dieses Schuhs auf einer Postkarte im Briefkasten Aufmerksamkeit erregen. Mit passendem Rabatt hebt sich der Advertiser aus der Masse ab und überzeugt den Kunden bestenfalls, den Artikel doch noch zu kaufen.
  • Es mag ein komfortabler Weg sein, Gutscheincodes über entsprechende Portale zu verteilen, Wertigkeit sieht jedoch anders aus. Zudem werden die frei zugänglichen Codes überwiegend von Personen genutzt, die eh schon kurz vor einem Kaufabschluss stehen. Eine persönlich gestaltete Postkarte erzielt mehr Aufmerksamkeit, gerade bei Neukunden. Diese werden dank ihres haptischen Erlebnisses als wertvoller wahrgenommen und deshalb eher genutzt. Wichtig: Auch offline darf das Tracking nicht vergessen werden. Anstatt generische Codes zu streuen, sollten Unternehmen lieber individuelle Rabattcodes versenden. Das macht die Konversion besser mess- und auswertbar.
  • Neben dem Versand von Coupons können Print-Mailings auch zu anderen Anlässen eine gute Ergänzung zu bestehenden Online-Maßnahmen sein. Hat sich beispielsweise ein Webseitenbesucher durch das Angebot der neuen Kollektion geklickt, könnte der Versand eines Kataloges inklusive individuellem Rabatt eine funktionierende Erinnerung sein.
  • Für einen langfristigen Branding-Effekt können Aussendungen sorgen, wenn potenzielle Kunden nicht nur informiert, sondern auch zur weiteren Benutzung des Materials animiert werden. Das gelingt durch gebrandete Kalender zu Jahreswechsel, vorgedruckte Postkarten, zum Beispiel zu Valentinstag, oder etwas zum Basteln für die Kinder. Das verschickte Material sollte zwar kreativ gestaltet, aber nicht zu weit weg vom Produkt sein. 

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Schlagworte zum Thema:  Direktmarketing, Dialogmarketing, Mailing

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