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Digitale Prospekte werden genutzt – als Ergänzung zu Print

Supermärkte und Discounter profitieren von digitalen Prospekten.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Digitale Prospekte werden genutzt und dienen Verbrauchern als Ergänzung zu den Klassikern aus Papier. Das belegt nun eine Studie von United Internet Media. Demnach lohnen sie sich für bestimmte Branchen besonders.

Digitale Prospekte werden von 69 Prozent der Web.de- und GMX-Nutzer nach Angeboten durchstöbert. Dabei dienen sie den meisten als eine Ergänzung zum klassischen Prospekt aus dem Briefkasten. Vor allem für Werbetreibende und Agenturen aus dem Umfeld Discounter & Supermärkte, Computer & Technik sowie Freizeit, Sport & Hobby haben digitale Prospekte der Umfrage zufolge Potenzial. (Eine Studie von IFH Köln und Media Central hat sich gezielt mit der Wirkung von Printprospekten befasst)

Am häufigsten nutzen Verbraucher Prospekte aus Geschäften, die sie bereits kennen. Dies bestätigt jeder zweite Befragte. Digitale Prospekte bieten zudem den Vorteil, dass Angebote an eine bestimmte Zielgruppe ausgespielt werden können. Gerade dann werden sie als sinnvolle Ergänzung zur Printvariante wahrgenommen. Ein weiterer Vorteil der digitalen Prospekte: Sie lassen sich auf mobilen Geräten überall und zu jeder Zeit abrufen. 43 Prozent der rund 500 Befragten bestätigen, dass sie sich auch am Point of Sale über andere Angebote informieren.

Digitale Prospekte: Clusteranalyse identifiziert vier Nutzungstypen

Vier verschiedene Nutzungstypen konnten die Studienautoren zudem ausmachen: Zu den sogenannten Intensivnutzern gehören 24 Prozent der Befragten. Sie nutzen jede Form von Prospekten intensiv zur Einkaufsplanung und lassen sich durch sie auch inspirieren. Diese Nutzer sind medienaffin, starke Tablet-Nutzer und interessieren sich überdurchschnittlich stark für Möbel, Heimwerken und Reisen. Zu dieser Zielgruppe gehören tendenziell mehr Frauen.

34 Prozent der Befragten sind digitale Befürworter. Sie sind auch gegenüber digitalen Prospekten positiv eingestellt. Online recherchieren sie häufig nach Produktinformationen – sowohl stationär als auch mobil. Digitale Prospekte dienen als Inspiration vor allem für Mode, Computer & Technik sowie Finanzen. Der digitale Befürworter ist tendenziell jung und eher männlich.

Rund 14 Prozent der Befragten bilden die Gruppe der Vor-Ort-Entscheider. Sie nutzen sowohl digitale als auch klassische Prospekte. Diese Zielgruppe ist mittleren Alters und besonders affin für Angebote aus Supermärkten und Discountern.

Gut ein Viertel der Befragten (28 Prozent) können mit Prospekten insgesamt wenig anfangen. Diese sogenannten Ablehner vermeiden Prospekte, da diese ihren Bedarf nicht widerspiegeln.

Schlagworte zum Thema:  Direktmarketing, Handel, Dialogmarketing, Werbung

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