08.03.2013 | Dialogmarketing

DDV warnt vor „neuer Robinsonliste“

In den Müll gehört die "neue Robinsonliste". Mit der des DDV hat sie nichts zu tun.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der Deutsche Dialogmarketing Verband (DDV) warnt vor einer unseriösen „neuen Robinsonliste“. Bereits 2011 war diese Werbesperrliste im Umlauf, die den Namen DDV unerlaubt nutzt, um den Eindruck zu erwecken, mit der seit 40 Jahren existierenden Liste des Verbands in Verbindung zu stehen.

Die Masche: Schon 2011 wurden (vermeintlich kostenfreie) Eintragungen von Unternehmen in diese Liste durch Kontaktaufnahme per gesetzlich verbotener Fax-Werbung und durch den Einsatz einer Abo-Falle generiert. Viele Unternehmen erhielten daraufhin eine Rechnung in Höhe von 416,50 Euro für eine „kostenpflichtige Bearbeitungspauschale“. Das Impressum dieser Liste enthält eine Scheinadresse unter der niemand erreichbar ist. Zurzeit versendet die „neue Robinsonliste“ Schreiben an diese Unternehmen, mit der massiven Aufforderung, Daten der „Mitglieder“ der „neuen Robinsonliste“ in die eigene Sperrliste aufzunehmen. Dieses Vorgehen sei unverschämt und eine miese Abzocke bei Gewerbetreibenden, die sich gegen unerwünschte Werbung schützen möchten, warnt Patrick Tapp, Vizepräsident Kommunikation im DDV. Firmen würden dreist in eine Falle gelockt. Wer sich gegen unerwünschte Werbung schützen wolle, könne dies zu jeder Zeit in seriösen, kostenfreien Werbesperrlisten tun.

Der DDV hat unter anderem den Deutschen Schutzverband Wirtschaftskriminalität DSW eingeschaltet, eine Verfolgung ist jedoch nicht möglich, weil unter der angegebenen Berliner Adresse niemand erreichbar ist.

Schlagworte zum Thema:  Dialogmarketing, Direktmarketing, Werbung

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