01.10.2012 | Dialogmarketing

DDK rückte Dialoginnovationen in den Mittelpunkt

In diesem Jahr fand der DDK im Herzen von Berlin statt.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der 6. Deutsche Dialogmarketing-Kongress präsentierte erneut ein abwechslungsreiches und hochkarätiges Programm. Die Veranstaltung, die in diesem Jahr in Berlin stattfand, stand unter dem Motto "Dialoginnovation - Innovationsdialog".

Zur Auftaktveranstaltung am Vorabend konnten die Veranstalter Prof. Dr. Norbert Schneider begrüßen, seines Zeichens Direktor des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung. Er beleuchtete die demographische Entwicklung in Deutschland und sorgte damit für einen aufschlussreichen Blick über den Marketing-Tellerrand. Liselotte Lyngso von Future Navigator plädierte zu Beginn des Kongresses für bessere statt mehr Kommunikation: "If You Don't Have A Message, Don't Talk". Zudem hätten sich immer mehr Unternehmen weg von ihren Kunden bewegt. Im Anschluss stellte Christian Vater, Gründer und Geschäftsführer von "Deutschland rundet auf", das Konzept und die Kommunikationsstrategie seiner Spendeninitiative vor, die es Kunden ermöglicht, an der Kasse ihren Bonwert für einen wohltätigen Zweck aufzurunden. Sein Credo: Den Kunden selbst entscheiden lassen, statt ihn an der Kasse anzusprechen. Kein Wunder, dass die Sache auch in den Social Media gut läuft.

Die nächste Keynote kam von Prof. Dr. Hans-Willi Schroiff, Corporate Vice President Global Market Research bei Henkel. Er beschäftigte sich mit den Gründen für die Tatsache, dass die Mehrzahl der Neueinführungen nach einem Jahr nicht mehr im Regal zu ist: Unter anderem nannte er fehlende Kundennähe, separierte Datenhaltung und den Verzicht auf Konzepttests als wichtige Herausforderungen für die Marktforschung (ein aktuelles Interview mit Schroiff zur Rolle des Kunden im Innovationsprozess finden Sie hier). In den schon traditionellen Themenkreisen beschäftigte sich Caroline Pott mit dem Kundenbeziehungsmanagement bei Audi, während Matthias Berndt von Publicis Dialog und Dr. Daniel Nießing von DMC aufzeigten, wie sich Erkenntnisse des Neuromarketing in eine personalisierte Ansprache übertragen lassen. Florian Heister von Adcloud wiederum ging auf Display- und Direktmarketing ein.

Der Deutsche Dialogmarketing-Kongress wird veranstaltet vom Siegfried Vögele Institut, vom SVI-Stiftungslehrstuhl für Marketing und Dialogmarketing an der Steinbeis-Hochschule Berlin, vom Dialog Marketing Competence Center der Universität Kassel, vom Centrum für interaktives Marketing und Medienmanagement der Universität Münster sowie vom SVI-Stiftungslehrstuhl für Marketing und Dialogmarketing an der Universität Hamburg, wo die Veranstaltung im kommenden Jahr auch erstmals stattfinden wird.

Schlagworte zum Thema:  Direktmarketing, Marktforschung, CRM, Dialogmarketing

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